Verkehrsstudie Ost


Logo: Verkehrsstudie Ost des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben

Gutachten: Verkehrsstudie Ost
(PDF: 22,0 MB)

 

Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben hat im April 2009 Modus Consult Ulm beauftragt, eine Verkehrsuntersuchung im Raume B 30 - A 96 als so genannte "Verkehrsstudie Ost" durchzuführen.

 
Mit der Fertigstellung der A 96 München - Memmingen - Lindau und somit auch der Verknüpfung mit der A 7 Ulm - Memmingen - Kempten sind im Raume B 30 Biberach - Ravensburg/Friedrichshafen und A 96 Memmingen - Leutkirch - Wangen - Lindau mutmaßlich großräumige Verkehrsverlagerungen eingetreten. Ziel der Untersuchung ist es, die Verkehrsnachfrage im Raume östlich der B 30 und hier speziell die Verkehrsströme Ost-West im Hinblick auf eine überregionale oder regionale Verkehrsachse Ost-West zu erfassen, zu analysieren und zu prognostizieren. Mit in die Untersuchungen sind Planungen im Zuge der B 30 eingeflossen. Die Ergebnisse der Studie wurden der Verbandsversammlung des Regionalverbandes vom 10. Dezember 2010 vorgestellt. 

 

 
Seite 14 (23 in der PDF-Datei):

Bezugsfall: u. a. Ausbau B 30 Ravensburg - Friedrichshafen, sonst keine Änderung an der
B 30:

"Mit B 30 neu Ravensburg – Friedrichshafen/B 31 wird zusätzlicher Verkehr auf die B 30 Ulm - Bad Waldsee - Ravensburg - Friedrichshafen gebündelt. Die deutlich höheren Verkehrszunahmen auf der B 30 gegenüber der A 96 und die Zunahme auf der B 31 Friedrichshafen - Lindau weisen auf großräumige Verkehrsverlagerungen von der A 96 zur B 30 hin."

 

 
Seite 15/16 (24/25 in der PDF-Datei):
Planungsfall 1: Ausbau der B 30 Ortsumgehung Bad Waldsee und Anschluss der L 300:


"Mit vierstreifigen Ausbau der B 30 Ortsumfahrung Bad Waldsee und Anschluss der L 300 Haisterkirch wird von Ravensburg her ein zusätzlicher Verkehr auf der B 30 gebündelt.

Die Verkehrsbündelung auf der B 30 und der L 300 führt zu Verkehrsentlastungen vor allem im Zuge der L314.

Zusammenfassend kann für den Planungsfall 1 festgehalten werden, dass mit einem Ausbau der B 30 Ortsumfahrung Bad Waldsee und einer Anbindung der L 300 an die B 30 eine Verkehrsbündelung auf der in Nordsüd-Richtung verlaufenden B 30 und von dieser über die L 300 in Westost-Richtung zur A 96/Aitrach erwartet werden kann und in diesem Planfall die L 314 von Baienfurt über Bergatreute in den Raum Bad Wurzach entlastet wird."

 

 
Seite 17 (26 in der PDF-Datei):

Planungsfall 1.1: u. a. Ausbau der B 30 vom Egelsee bis Bad Waldsee-Nord, Querspange L 316 - K 7939:


"Mit den im Zuge der B 30 unterstellten Ortsumfahrungen von Enzisreute und Gaisbeuren einschließlich des vierstreifigen Ausbaus der Ortsumgehung Bad Waldsee wird zusätzlicher Verkehr auf die B 30 verlagert.

Die unterstellten Maßnahmen führen zu wesentlichen Verkehrsentlastungen der B 30 Ortsdurchfahrten Enzisreute (fälschlicherweise "Eriskirch") und Gaisbeuren und zu einer Verkehrsentlastung im Zuge der L 314 Baienfurt - Bergatreute.

Zusammenfassend kann für den Planungsfall 1.1 festgehalten werden, dass mit der K 7939 neu und der Spange L 316 - K 7939 eine Verkehrsbündelung auf einer von der B 30 OU Enzisreute (fälschlicherweise "Erisreute") über Leutkirch (A 96) bis in den bayerischen Raum Dietmannsried (A 7) verlaufende Ostwest-Verbindung zu erwarten ist und damit nachgeordnete Straßen entlastet werden."

 

 
Seite 22 (31 in der PDF-Datei):

"Die Prognoseergebnisse des Bezugsfalles zeigen, dass mit B 30 neu und Ausbau der B 31 Verkehrsverlagerungen von der A 96 zur B 30 eintreten werden."

 

 
Seite 23 (32 in der PDF-Datei):

"Die in Verbindung mit dem zweibahnigen Ausbau der B 30 Umfahrung Bad Waldsee vorgesehene Anbindung der L 300 (Planungsfall 1) führt zu einer Verkehrsbündelung auf der B 30 und zu einer Verkehrsentlastung im Zuge der L 314 Baienfurt - Bergatreute bis in Höhe der L 300. Von vorrangiger Verkehrsbedeutung ist die erhebliche Entlastung des Kurbereiches in Bad Waldsee.

Mit Netzergänzungen und Ausbaumaßnahmen im Zuge der B 30 Ortsumgehung Bad Waldsee, Gaisbeuren und Enzisreute und einer neuen Straßenverbindung Enzisreute - Volkertshaus (Verlegung der K 7939 mit Spange L 316 - K 7939) (Planungsfall 1.1) erfolgt eine Verkehrsbündelung auf einer von der B 30 neu Ortsumgehung Enzisreute über Bad Wurzach, die B 465 und über Leutkirch (A 96) bis in den bayerischen Raum Dietmannsried (A 7) verlaufenden Ostwest-Verbindung."

 

 
Teilverkehr im Gesamtverkehr

Die Verkehrsstudie Ost weist keine vollen Verkehrsaufkommen (Vollverkehr) für die B 30 aus. Die B 30 liegt am Rande des Untersuchungsraumes, sodass die Angabe des Vollverkehrs nicht möglich ist. Die angegebenen Verkehrentwicklungen auf der B 30 spiegeln lediglich eine Einschätzung des Teilverkehrs angelehnt an den Untersuchungsraum wieder. Im in der Untersuchung verwendeten Verkehrsmodell wird der Verkehr zwischen den einzelnen Ortschaften im Untersuchungsraum selbst (Binnenverkehr) nicht nachvollzogen. Auch der außerhalb des Unersuchungsraumes stattfindende Verkehr wurde nur partiell in das Verkehrsmodell aufgenommen. Der Teilverkehr gibt deshalb lediglich in erster Näherung den Vollverkehr abzüglich des Binnenverkehrs wieder.

 

 
Bezugsfall

Ohne Veränderung des Straßennetzes nördlich von Ravensburg und damit auch ohne den Ausbau der B 30 nördlich von Ravensburg werden die Verkehrbelastungen im Teilverkehr im Gesamtverkehr bis 2025 gegenüber dem Jahr 2009...

 

    • auf der B 30 Egelsee - Biberach/Jordanbad um 3.400 bis 5.300 Kfz/24h ansteigen und vor allem Enzisreute und Gaisbeuren erheblich stärker belastet,
    • auf der B 465 Oberessendorf - Brugg leicht ansteigen,
    • auf der L 275 Haslach - Bad Waldsee leicht ansteigen,
    • auf der L 285 Gaisbeuren - Aulendorf leicht ansteigen,
    • auf der L 300 Bad Waldsee - Haisterkirch leicht ansteigen,
    • auf der L 314 Baienfurt - Aitrach um 800 bis 1.200 Kfz/24 ansteigen,
    • auf der K 7933 Haisterkirch - Osterhofen leicht ansteigen,
    • auf der K 7933 Hittisweiler - Mennisweiler leicht ansteigen,
    • auf der K 7935 Bad Waldsee - Hittisweiler leicht ansteigen,
    • auf der K 7941 Reute - Steinach um 800 Kfz/24h ansteigen,
    • auf der K 8033 Bad Waldsee - Mühlhausen leicht ansteigen,
    • auf der K 8034 Bad Waldsee - Michelwinnaden leicht ansteigen,
    • im Stadtgebiet von Bad Waldsee ansteigen.
    • Hervorzuheben sind die Mehrbelastungen der B 30, L 314 und K 7941.


Planungsfall 1
Mit dem zweibahnigen Ausbau der B 30 Ortsumgehung Bad Waldsee und der vorgesehenen Anbindung der L 300 (Planungsfall 1) wird der Teilverkehr im Gesamtverkehr bis 2025
 

    • auf der B 30 Biberach/Jordanbad - Oberessendorf gegenüber dem Bezugsfall leicht abnehmen, gegenüber dem Jahr 2009 um 3.100 bis 3.900 Kfz/24h ansteigen,
    • auf der B 30 Oberessendorf - Egelsee gegenüber dem Bezugsfall um 700 bis 5.200 Kfz/24h und gegenüber dem Jahr 2009 um 4.100 bis 8.900 Kfz/24h ansteigen und vor allem die Ortsumgehung Bad Waldsee, sowie die Ortsdurchfahrten Enzisreute und Gaisbeuren erheblich stärker belasten. Mattenhaus und Englerts werden gegenüber dem Bezugsfall um 700 Kfz/24h und gegenüber dem Jahr 2009 um 4.100 Kfz/24h stärker belastet,
    • auf der L 285 Reute - Gaisbeuren gegenüber dem Bezugsfall leicht ansteigen,
    • auf der L 300 Bad Waldsee - Kimpfler gegenüber dem Bezugsfall um 2.100 bis 3.500 Kfz/24h ansteigen,
    • auf der K 7933 Haisterkirch - Eggmannsried gegenüber dem Bezugsfall um 1.300 Kfz/24h ansteigen,
    • auf der B 465 Oberessendorf - Eggmannsried gegenüber dem Bezugsfall um 100 bis 700 Kfz/24h abnehmen,
    • auf der L 275 Haslach - Bad Waldsee gegenüber dem Bezugsfall leicht abnehmen,
    • auf der L 314 Baienfurt - Kimpfler gegenüber dem Bezugsfall um 1.300 bis 2.000 Kfz/24h abnehmen,
    • auf der L 316 Volkertshaus - Roßberg gegenüber dem Bezugsfall leicht abnehmen,
    • auf der K 7941 Reute - Steinach gegenüber dem Bezugsfall leicht abnehmen,
    • auf der K 8033 Bad Waldsee - Mühlhausen gegenüber dem Bezugsfall um 700 Kfz/24h abnehmen,
    • auf der K 8034 Bad Waldsee - Steinenberg gegenüber dem Bezugsfall leicht abnehmen,
    • im Stadtgebiet von Bad Waldsee gegenüber dem Bezugsfall abnehmen.
    • Hervorzuheben sind die Mehrbelastungen gegenüber dem Bezugsfall der B 30, L 300 und K 7933 sowie die Verkehrsabnahmen der L 314 und K 8033.


Planungsfall 1.1
Mit Netzergänzungen und Ausbaumaßnahmen im Zuge der B 30 Ortsumgehung Bad Waldsee, Gaisbeuren und Enzisreute, dem Anschluss der L 300 bei Bad Waldsee an die B 30, einer neuen Straßenverbindung Enzisreute - Volkertshaus (Verlegung der K 7939 mit Spange L 316 - K 7939), L 285 Ortsumgehung Reute und L 314 Ortsumgehung Mennisweiler (Planungsfall 1.1) wird der Teilverkehr im Gesamtverkehr bis 2025
 

    • auf der B 30 Biberach/Jordanbad - Oberessendorf gegenüber dem Bezugsfall leicht abnehmen, gegenüber dem Jahr 2009 aber um 3.100 bis 4.000 Kfz/24h ansteigen,
    • auf der B 30 Oberessendorf - Egelsee gegenüber dem Bezugsfall um 100 bis 5.500 Kfz/24h und gegenüber dem Jahr 2009 um 4.100 bis 8.900 Kfz/24h ansteigen. Enzisreute und Gaisbeuren werden erheblich entlastet, Mattenhaus und Englerts gegenüber dem Bezugsfall um 900 Kfz/24h und gegenüber dem Jahr 2009 um 4.300 Kfz/24h stärker belastet.
    • auf der B 465 Bad Wurzach - Leutkirch gegenüber dem Bezugsfall um bis zu 1.000 Kfz/24h ansteigen,
    • auf der L 285 Aulendorf - B 285 neu nördlich von Reute gegenüber dem Bezugsfall um 900 Kfz/24h ansteigen,
    • auf der L 300 Bad Waldsee - Haisterkirch gegenüber dem Bezugsfall um 900 Kfz/24h ansteigen,
    • auf der L 314 Roßberg - Aitrach gegenüber dem Bezugsfall um bis zu 600 Kfz/24h ansteigen,
    • auf der L 316 Volkertshaus - Roßberg gegenüber dem Bezugsfall um 6.000 Kfz/24h ansteigen,
    • auf der L 316 Roßberg - Alttann gegenüber dem Bezugsfall leicht ansteigen,
    • auf der K 7933 Haisterkirch - Eggmannsried gegenüber dem Bezugsfall um 700 Kfz/24h ansteigen,
    • auf der K 7933 Mennisweiler - Rimmeldingen gegenüber dem Bezugsfall um 900 Kfz/24 ansteigen,
    • auf der B 465 Oberessendorf - Eggmannsried gegenüber dem Bezugsfall um 100 bis 800 Kfz/24h abnehmen,
    • auf der L 275 Haslach - Bad Waldsee gegenüber dem Bezugsfall um 800 Kfz/24h abnehmen,
    • auf der L 285 neu nördlich von Reute - Gaisbeuren gegenüber dem Bezugsfall um 3.600 bis 4.300 Kfz/24h abnehmen,
    • auf der L 314 Baienfurt - Roßberg gegenüber dem Bezugsfall um bis zu 3.700 Kfz/24h abnehmen,
    • auf der K 7941 Reute - Steinach gegenüber dem Bezugsfall um 2.400 Kfz/24h abnehmen,
    • auf der K 8033 Bad Waldsee - Mühlhausen gegenüber dem Bezugsfall um 700 Kfz/24h abnehmen,
    • auf der K 8034 Bad Waldsee - Steinenberg gegenüber dem Bezugsfall leicht abnehmen,
    • im Stadtgebiet Bad Waldsee gegenüber dem Bezugsfall abnehmen.
    • Hervorzuheben sind die Mehrbelastungen gegenüber dem Bezugsfall der B 30 neu, B 465, L 316 und die Verkehrsabnahmen der B 30 alt, L 285 alt, L 314, L 314 alt und K 7941. Die erheblichen Mehrbelastungen der L 316 und B 465 werden verursacht durch die Querspange L 316 - K 7939.

 

Weitere Informationen
Gutachten: "Verkehrsstudie Ost" des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben (22 MB)

"Entwicklung des Luftverkehrs in Baden-Württemberg bis 2025"