B 30 Insider - Ausgabe 3/2022

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Leserbriefe

- Keine Leserbriefe -

B30 Insider EHRLICH • KOMPAKT Nr. 38 Zeitung der „Initiative B 30“ September - Dezember 2022 In dieser Ausgabe Unfälle 2021 ab Seite 6 Brückenneubauten ab Seite 8 Lärmaktionsplan Bad Waldsee ab Seite 9 Hinweisgeberschutzgesetz beschlossen (Berlin) - Missstände in der öffentlichen Verwaltung sollen behoben und Hinweisgeberinnen und Hinweisgeber zukünftig besser geschützt werden. Das Bundeskabinett beschloss Ende Juli 2022 den von dem Bundesminister der Justiz vorgelegten Entwurf des Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG). Ziel ist ein verbesserter Schutz hinweisgebender Personen. Rechtsverstöße in Behörden und Unternehmen müssen rasch aufgedeckt, untersucht, verfolgt und unterbunden werden; das beschlossene Hinweisgeberschutzgesetz schaffe ein kohärentes Schutzsystem, so Bundesjustizminister Dr. Marco Buschmann. Durch frühzeitiges Einschreiten lassen sich Haftungsansprüche und Reputationsschäden vermeiden, die mit einer späteren externen Aufdeckung möglicherweise verbunden wären. Der persönliche Anwendungsbereich des HinSchG soll entsprechend den Richtlinienvorgaben der EU weit gefasst werden und umfasst alle Personen, die im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit Informationen über Verstöße erlangt haben. Eine zentrale externe Meldestelle wird beim Bundesamt für Justiz eingerichtet, die ebenso anonyme Meldungen bearbeitet. Zudem wird ein Schutz vor Repressalien geschaffen. (ff) Q1 Fahrbahnsanierung Baindt – Gaisbeuren (Baindt / Bad Waldsee) - Das Regierungspräsidium Tübingen lässt seit Montag, 15. August 2022 bis voraussichtlich Freitag, 9. September 2022 den schadhaften Fahrbahnbelag der B 30 zwischen dem Ausbauende am Egelsee und der Einmündung der L 285 in Gaisbeuren auf einer Länge von rund 4,6 Kilometern erneuern. Zeitgleich werden in Enzisreute zwei Querungshilfen und die Bushaltestellen barrierefrei umgebaut. In dem im März vorgestellten Sanierungsprogramm 2022 des Landes ist die Maßnahme nicht enthalten. Umleitung Der Verkehr wird während der Baumaßnahme weiträumig richtungsgetrennt über zwei Strecken umgeleitet. Die Umleitungsstrecken sind zum großen Teil schlecht ausgebaut, schmal und kurvig, so dass sie von Lkw nur in eine Richtung befahren werden können. Der Verkehr in Richtung Ulm wird an der B 30 Anschlussstelle Baindt ausgeleitet. Die Umleitung führt über Baienfurt, Bergatreute, Mennisweiler, Haisterkirch, Osterhofen und der B 465 bei Mühlhausen zurück auf die B 30 bei Oberessendorf. Die Länge der Umleitungsstrecke beträgt 31,3 km. Die Fahrzeit verlängert sich unter optimalen Bedingungen um 12 auf 30 Minuten. Der Verkehr in Richtung Ravensburg/Friedrichshafen wird ab Gaisbeuren über Aulendorf, Zollenreute und Mochenwangen zurück auf die B 30 an der Anschlussstelle Baindt geführt. Die Länge der Umleitungsstrecke beträgt 21,2 km. Die Fahrzeit verlängert sich unter optimalen Bedingungen um 18 auf 24 Minuten. In den zahlreichen Ortsdurchfahrten auf der Umleitungsstrecke ist die Geschwindigkeit aus Lärmschutzgründen auf 30 km/h beschränkt, bis auf die B 30-Ortsdurchfahrt Gaisbeuren. Während der Arbeiten wurde die Verkehrsführung an der Einmündung der L 285 in Gaisbeuren geändert und die Ampel ausgeschaltet. … Titelthema Titelthema … Umleitung des Busverkehrs Der Busverkehr auf der Buslinie 30 von Bad Waldsee nach Ravensburg wird ebenfalls umgeleitet, wodurch sich der Fahrplan verändert. Um eine Fahrzeit von einer Stunde einzuhalten, ergeben sich einige Änderungen: Die Haltestellen in Steinach werden nicht angefahren. In Reute wird die Haltestelle am Kloster nicht bedient und die Haltestelle an der L 285 zum Gasthaus Stern verlegt. In Enzisreute hält der Bus im Schanzbühlweg (Straße nach Kümmerazhofen), in Baindt ausschließlich an der Haltestelle K 7951/Abzweig Schachen und in Baienfurt ausschließlich an der Achtalschule. In Bad Waldsee entfallen zudem die Haltestellen Döchtbühlstadion und Richard-Wagner-Straße. Im gesamten Bauzeitraum entfallen auch die Schnellbusse zwischen Bad Waldsee und Ravensburg. Die Buslinie verkehrt während der Bauarbeiten vom Bahnhof Bad Waldsee über die „Bleiche“ und Frauenbergstraße nach Gaisbeuren und von dort über Reute und Kümmerazhofen (ohne Halt) nach Enzisreute. Die Fahrzeit nach Ravensburg verlängert sich um rd. 15 Minuten. In Enzisreute wird der Verkehr zwischen den Einmündungen der Kreisstraßen 7939 unter halbseitiger Sperrung der B 30 mit einer Baustellenampel geregelt. Fahrbahndeckenerneuerung Der Fahrbahnbelag der B 30 zwischen Enzisreute und Gaisbeuren wurde zuletzt im Jahr 2004 erneuert. Es wird eine zweischichtige Erneuerung von Asphaltbinder- und Asphaltdeckschicht durchgeführt. Der Abschnitt zwischen dem Egelsee und Enzisreute einschließlich der Ortsdurchfahrt Enzisreute wurde zuletzt 2010 erneuert. Hier wird die Asphaltdeckschicht ersetzt und Schadstellen in der Asphaltbinderschicht behoben. Auf der gesamten Baustrecke vom Egelsee bis Gaisbeuren werden verschiedene lärmmindernde Fahrbahnbeläge eingebaut. Arbeiten in der Ortsdurchfahrt Enzisreute Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fußgänger werden die beiden vorhandenen Querungshilfen in der Ortsdurchfahrt Enzisreute barrierefrei umgebaut und vergrößert. Die Stadt Bad Waldsee beabsichtigt die beiden Busbuchten an der B 30 in Enzisreute zu beseitigen und zu barrierefreien Buskaps zurückzubauen. Zukünftig soll der Linienbus direkt auf der Fahrbahn der B 30 halten. Das diene der Verkehrswende, bevorrechtige den Öffentlichen Personennahverkehr und verbessere die Verkehrssicherheit. Ende August wurde jedoch ersichtlich, dass die Bushaltestellen in Enzisreute nicht wie geplant umgebaut werden. In Enzisreute wird ein moderner lärmarmer Fahrbahnbelag eingebaut. Der Wasserversorgungsverband „Obere Schussentalgruppe“ lässt während der Sperrung in Enzisreute eine Wasserleitung auf Höhe des Weges „Enzisreuter Esch“ erneuern. Zudem werden drei Breitbandquerungen unter der B 30 hergestellt. Arbeiten Enzisreute - Gaisbeuren Zwischen Enzisreute und Gaisbeuren lässt die Straßenbauverwaltung begleitend zur Fahrbahnsanierung neue Leitpfosten setzen. Vor Gaisbeuren werden auf 150 Meter Länge vor dem Ortseingang Rasengittersteine eingebaut. Gaisbeuren erhält im Gegensatz zu Enzisreute einen kostengünstigen Fahrbahnbelag. Die Arbeiten werden an der Einmündung der L 285 beendet. Der schadhafte Fahrbahnbelag im übrigen Ortsbereich Gaisbeuren bleibt erhalten. Nach Auskunft des Regierungspräsidiums befindet sich der Streckenabschnitt nicht im Bauprogramm bis 2024. Die Zustandserfassung und -bewertung des Landes habe ergeben, dass kein Sanierungsbedarf besteht. Versuchsstrecke für Niedertemperaturasphalt Die Fahrbahndeckenerneuerung ist Erprobungsstrecke für temperaturabgesenkten Walzasphalt in Verbindung mit Absaugeinrichtungen am Straßenfertiger. Das Land Baden-Württemberg und das Bundesministerium für Digitales und Verkehr erproben eine neue umweltschonendere Bauweise. Ab dem Jahr 2025 gelten verpflichtende Arbeitsplatzgrenzwerte für Asphaltdämpfe und Aerosole. Die derzeitigen Werte pro m³-Luft liegen etwa 5-8-mal höher als die dann voraussichtlich geltenden Grenzwerte. Somit wird durch Erprobungsstrecken für temperaturabgesenkten Walzasphalt eine Plattform für Baufirmen geboten. Ziel ist die Absenkung der Einbautemperatur von Asphalt zu testen bzw. deren Langzeitverhalten für die eingebauten Asphaltschichten in Bezug auf Qualität und Lebensdauer zu erproben. Der Einbau des neuen Fahrbahnbelags erfolgt deshalb in Blöcken mit Probe- und Nieder-Temperatur-Asphalt-Felder. In einem Referenz-Feld werden Asphaltdämpfe beim herkömmlichen Einbauverfahren gemessen. Kosten Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro. Hiervon trägt der Bund etwa 1,2 Millionen Euro für die Belagserneuerung. Die restlichen Kosten werden anteilig von der Stadt Bad Waldsee und dem Wasserversorgungsverband „Obere Schussentalgruppe“ getragen. Das Regierungspräsidium bittet um Verständnis für die im Zusammenhang mit der Maßnahme entstehenden Behinderungen. (ff) Q2 Titelthema Titelthema Zur Situation der Umleitung Die „Initiative B30“ sammelte Positionen und befragte Kommunen an den Umleitungsstrecken nach ihren Erfahrungen. Baindt Die Gemeinde Baindt beobachtet durch die Ausleitung von der B 30 beim Einfahren in den Kreisverkehr bei der Spedition Dachser längere Warteschlangen. Am neu gebauten Kreisverkehr am Ortseingang von Baindt ist ein größeres Verkehrsaufkommen festzustellen. Auffallend ist die Anzahl großer Lkw, die der Umleitung folgen und in Richtung Baienfurt weiter fahren. Der Ortskern von Baindt wird durch die Umleitung so gut wie nicht tangiert. Löffelmühle Der Inhaber der Mühle mit Sitz im gleichnamigen Ort bei Bergatreute beklagt ein hohes Verkehrsaufkommen. Bereits in den ersten Tagen fuhr sich ein Transporter an der Steige fest. Nachmittags ab etwa 15 Uhr fahre Auto an Auto, Kastenwagen an Kastenwagen, Traktoren, Erntefahrzeuge, Freizeitmobile sowie verbotenerweise große Lastwagen über das private Betriebsgelände. Sie verlassen die ausgeschilderte Umleitungsstrecke über die L 314 Baienfurt - Bergatreute, fahren durch den engen Betriebshof und quälen sich die steile Steige nach Gambach hoch. Belastend ist es an Wochenenden: Da kommen die Wohnmobile und Autos mit Fahrradanhänger in Richtung Bodensee und Allgäu, so Martin Schrott. Bergatreute Anwohner in Bergatreute beklagen, dass Lkw an Lkw fährt. Sie stören sich an einer Umleitung in der Ferienzeit. Haisterkirch Verkehrsteilnehmer beklagen auf Facebook die enge Umleitungsstrecke bei Haisterkirch. Lkw schleudern Kies gegen Autos. Bei der „Tour de Ländle“ seien die Straßen besser gewesen. Reute-Gaisbeuren In der Verwaltungseinheit Reute-Gaisbeuren gab es bisher bis auf einige Schleichverkehre keine Schwierigkeiten mit der Umleitung. Offenbar fahren aufgrund der Sperrung viele Verkehrsteilnehmer nicht mehr nach Gaisbeuren, sondern nutzen Strecken im Umland. In Reute ist die Umleitungssituation bisher erträglich. Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen ist etwa in Ankenreute, Gwigg und Gambach festzustellen. Hohe Maisfelder verbergen die Sicht auf entgegenkommende Fahrzeuge. Die örtliche Zeitung empfahl Radfahrern zur eigenen Sicherheit diese Ausweichstrecken zu meiden. Hingegen ging das Verkehrsaufkommen in Gaisbeuren erheblich zurück und betrifft auch den Lkw-Verkehr sowie die Trennwirkung. Bewohner können die Bundesstraße leichter queren und Fahrzeuge ohne lange Wartezeit einbiegen. Aulendorf Bei Aulendorf bilden sich Rückstaus von der Ampelkreuzung am Schwarzhaus bis zum Kreisverkehr bei der Firma Carthago. Mochenwangen Die Umleitungstrecke zwischen Mochenwangen und Aulendorf-Zollenreute ist beängstigend, wird in Sozialen Medien berichtet. Aufregend werde es, wenn auf der schmalen Straße in engen Kurven Sattelschlepper entgegenkommen. Polizei Nach Beobachtungen der Polizei blieben größere Behinderungen bisher aus. Sie verzeichnet im Bereich von Bad Waldsee jedoch auf allen Strecken mehr Verkehr. Auf den Umleitungsstrecken bei Baienfurt und Mochenwangen gab es in der ersten Umleitungswoche bereits drei größere Verkehrsunfälle: Frontalzusammenstöße, Schwerverletzte und stundenlange Sperrungen. Busunternehmen Das Unternehmen Müller-Reisen aus Gaisbeuren hat Sonderfahrpläne erarbeitet. Aufgrund der Umleitung werden einige Haltestellen nicht bedient, um eine Fahrzeit von einer Stunde von Bad Waldsee nach Ravensburg einzuhalten. Elke Müller hofft, dass bis zum Schuljahresbeginn am 14. September die B 30 wieder befahrbar ist, sonst drohe ein Chaos. (ff) Q3 Unfälle 2021 Unfälle 2021 301 Unfälle auf der B 30 im Jahr 2021 (Wiesbaden) - Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden stellte im Juli 2022 die bundesweite Statistik der Straßenverkehrsunfälle 2021 vor. Es verunglückten im vergangenen Jahr in Deutschland 2.562 Menschen im Straßenverkehr tödlich. Weitere 323.129 Menschen wurden bei Verkehrsunfällen verletzt. Die Polizei zählte bundesweit insgesamt rund 2,3 Millionen Verkehrsunfälle. Wie in den Vorjahren ereigneten sich 2021 die meisten Unfälle mit Personenschaden innerhalb von Ortschaften (68 %), 29 % der Getöteten wurden hier registriert. Die meisten Verkehrstoten gab es auf dem Straßentyp „Landstraße“ (59 %). Auf den Autobahnen wurden 6 % aller Unfälle mit Personenschaden und 12 % aller Getöteten gezählt. Unfälle auf den Straßen außerhalb von Ortschaften hatten u. a. wegen höherer Fahrgeschwindigkeiten gravierendere Folgen als auf Straßen innerorts. Risikofaktoren auf Landstraßen sind: Fehlende Trennungen zum Gegenverkehr, unübersichtliche Überholmöglichkeiten, Kreuzungen oder ungeschützte Hindernisse neben der Fahrbahn. Unfälle 2021 auf der B 30 301 Verkehrsunfälle ereigneten sich 2021 auf der B 30 laut Berichten von Polizei und Feuerwehr. Dabei verunglückten 181 Menschen: zwei verstarben, 26 wurden schwer und 153 leicht verletzt. Mindestens 449 Fahrzeuge waren beteiligt. Bei 145 Unfällen entstand Sachschaden von insgesamt rd. 1,6 Mio. Euro. Zu 156 Unfällen liegen keine ausreichenden Daten über die Schadenshöhe vor. Der volkswirtschaftliche Schaden bekannt gewordener Verkehrsunfälle beträgt nach den aktuellen Unfallkostensätzen der Bundesanstalt für Straßenwesen ca. 7,8 Mio. Euro. Auf den ausgebauten Streckenabschnitten der B 30 fanden weniger schwerwiegende Unfälle statt, als auf den nicht voll ausgebauten Streckenabschnitten: Mit einem Längenanteil von ca. 47 % ereigneten sich auf den nicht voll ausgebauten Streckenabschnitten rund 51 % aller schweren Verkehrsunfälle. 50 % der Verunglückten, 52 % der Leicht- und 42 % der Schwerverletzten sowie alle Verkehrstote wurden dort gezählt. Auf den nicht zweibahnigen Streckenabschnitten von Ravensburg bis Friedrichshafen verunglückten 3 Menschen schwer und 47 leicht. Vor allem in den Ortsdurchfahrten Meckenbeuren mit Ortsteilen sowie Friedrichshafen kam es zu einer Vielzahl von Unfällen. Auf dem Streckenabschnitt nördlich von Baindt bis Biberach/Riß verunglückten 8 Menschen schwer und 32 leicht. Jedoch waren hier alle Verkehrstote (2) im Jahr 2021 zu verzeichnen. Die Schwerpunkte lagen bei Hochdorf, Bad Waldsee und Gaisbeuren. Langzeitbetrachtung 2006–2021 In den letzten 16 Jahren gab es auf der B 30 zwischen Ulm und Friedrichshafen 70 % mehr Unfälle mit Todesfolge als im Durchschnitt auf Bundesstraßen in Deutschland. Auf den ausgebauten Streckenabschnitten kamen 16 % mehr Menschen zu Tode als im Bundesdurchschnitt. Auf den nicht ausgebauten Streckenabschnitten waren es 133 % und von nördlich von Baindt bis nach Biberach an der Riß sogar 204 %. Lediglich von Ravensburg bis Friedrichshafen waren es „nur“ 9 % mehr, als im Bundesdurchschnitt. Auffällige Unfallursache mit Todesfolge war überhöhte Geschwindigkeit und das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes. Auf den nicht ausgebauten Streckenabschnitten kam es bei zwei Drittel der Unfälle mit Todesfolge zu einem Zusammenstoß mit dem Gegenverkehr. Unfallschwerpunkte Das „Merkblatt zur örtlichen Unfalluntersuchung in Unfallkommissionen (M UKO)“ gibt Hinweise zur Erkennung und Analyse von Unfallhäufungsstellen sowie zu möglichen Verbesserungsmaßnahmen. Bei strikter Auslegung gab es nach der Dreijahreskarte 2019–2021 Unfallhäufungsstellen in Friedrichshafen, Meckenbeuren bei Untereschach, Baindt, Oberessendorf und Achstetten. Hinzu kommen Unfallhäufungslinien bei Oberessendorf sowie auf der ehemaligen B 30 bei Torkenweiler. In Baden-Württemberg werden jedoch abweichende Ausdehnungen gegenüber den Standardwerten des Merkblattes angewandt. Dies hat zur Folge, dass nicht alle Unfallhäufungsstellen und -linien erkannt oder/und anders bewertet werden. (ff) Q4 Brücken Neubau von sechs B 30-Brücken geplant (Region) - Die „Initiative B30“ berichtete im Insider 2/2022 über den Zustand der Straßenbrücken in Oberschwaben. Vier Brücken an der B 30 befanden sich zu diesem Zeitpunkt in einem Zustand, der für die weitere verkehrliche Nutzung weiterführende Untersuchungen notwendig machte, so das Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Mittlerweile steht fest: Sechs Brücken von Laupheim bis Meckenbeuren müssen neu gebaut werden. Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg betonte in einem Antwortschreiben im Mai 2022, dass die Brückenthematik mit der Vielzahl von zu erneuernden Brücken in Baden-Württemberg für das Verkehrsministerium mit das wichtigste Thema der nächsten Jahre ist. Fünf Brücken nicht mehr zu retten, eine eingestürzt An der B 30 müssen alle drei Großbrücken von Bad Waldsee bis Biberach abgebrochen und neu gebaut werden – voraussichtlich bis 2030. Der Baubeginn für den Neubau des Urbachviadukts bei Bad Waldsee (Länge 222 Meter) ist für 2026 vorgesehen. Die Planungsarbeiten schrieb das Land als „BIM-Modellprojekt“ aus. Es wird von einer mehrjährigen Bauzeit ausgegangen. Das neue Viadukt soll wieder zweistreifig werden. Der von Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär a.D. beim Bundesminister für Verkehr, befürwortete 3-streifige Neubau mit Rad- und Fußweg wird nicht weiterverfolgt. Ebenfalls neu gebaut werden müssen die Großbrücken über die Südbahn (Länge 175 Meter) und über die Riß und Landesstraße 284 bei Hochdorf (Länge 255 Meter). Die Ersatzneubauten beider Brücken sind ab 2027/28 geplant und werden ebenfalls mehrere Jahre dauern. Es ist geplant beide Brücken nahezu zeitgleich abzubrechen und neu zu bauen. Erforderlich ist nach aktuellem Stand eine Umleitungsstrecke für den kompletten Bereich – für ca. 18.000-20.000 Fahrzeuge täglich. Ferner müssen bei Laupheim-Baustetten zwei Feldwegbrücken über die B 30 neu gebaut werden. Die bauliche Umsetzung soll ab dem Jahr 2025 erfolgen. Zudem wird eine Fuß- und Radwegebrücke über die B 30 bei Meckenbeuren-Senglingen neu gebaut. Sie wurde im Sommer 2021 bei einem Verkehrsunfall zerstört. Die Gemeinde… Brücken / Lärmaktionsplan …Meckenbeuren beabsichtigt den Neubau noch in diesem Jahr auszuschreiben. Entwarnung gibt es für die Brücke der B 30 über die Schussen bei Meckenbeuren-Lochbrücke. Die Brücke hat eine Zustandsnote von 2,3 und ist für die vorhandene Verkehrsbelastung ausreichend tragfähig. Der Grund für die Einstufung in den schlechtesten Traglastindex erfolgte vorsorglich, wegen des Baujahres 1952 gepaart mit der Bauart Spannbeton. Mittlerweile wurde das Bauwerk näher untersucht, wobei sich der Anfangsverdacht nicht bestätigte. Kritik zur Umleitung im Landkreis Biberach Für den Neubau der beiden Großbrücken muss die B 30 bei Hochdorf/Ingoldingen über mehrere Jahre gesperrt werden. Eine Umleitung durch die Ortschaften wird Anwohner und Verkehrsteilnehmer enorm belasten, befürchten die Bürgermeister der Gemeinden Hochdorf und Ingoldingen. Im Juli 2022 forderten die betroffenen Bürgermeister gemeinsam mit Abgeordneten den Bau von Behelfsbrücken anstatt einer Umleitung und keinen zweistreifigen Neubau. Zweistreifige Brücken führen zu einem Nadelöhr und verhindern den Ausbau auf Jahrzehnte. Das sei kontraproduktiv, weil mittelfristig ein drei- oder vierstreifiger Ausbau in diesem B 30-Streckenabschnitt geplant ist. Das Regierungspräsidium Tübingen sieht jedoch keinen Ausbaubedarf der Brücken, obwohl der zweibahnige Ausbau der B 30 von Biberach bis Hochdorf im Vordringlichen Bedarf im Bedarfsplan 2016 eingestuft ist. (ff) Q5 Lärmaktionsplan wird fortgeschrieben (Bad Waldsee) - Über die erste Fortschreibung des Lärmaktionsplans Bad Waldsee beriet der Gemeinderat erstmals Ende Mai 2022. Im Juli wurden Bürgerinnen und Bürger informiert. Ein Lärmaktionsplan hat das Ziel, die Bevölkerung vor Straßenverkehrslärm an Hauptverkehrsstraßen zu schützen. Als Hauptverkehrsstraßen gelten nach der EU-Umgebungslärmrichtlinie Straßen mit einem jährlichen Verkehrsaufkommen von mehr als 3 Mio. Kraftfahrzeugen, was rund 8.200 Kraftfahrzeuge pro Tag entspricht. Nur für diese Straßen gilt eine rechtliche Verpflichtung zur Aufstellung eines Lärmaktionsplans. … Lärmaktionsplan Bad Waldsee …Auf Basis von Verkehrszählungen und Hochrechnungen 2016, 2019 und 2021 ermittelte die beauftragte Lärmgutachterin im Gemeindegebiet Bad Waldsee demnach die B 30, die L 285 in der Ortsdurchfahrt Reute sowie in der Kernstadt Bad Waldsee die Frauenberg-, Bleiche-, Friedhof-, Bahnhof- und Schützenstraße. Unberücksichtigt bleibt u. a. die L 285 in Gaisbeuren: 2021 wurden lediglich 6.769 bis 7.237 Kfz pro Tag gezählt und der Grenzwert von 8.200 Kfz pro Tag unterschritten. Somit besteht keine gesetzliche Verpflichtung für die Aufstellung eines Lärmaktionsplans für diesen Bereich. Lärmschwerpunkte Als Lärmschwerpunkt werden im neuen Plan Straßen festgelegt, an denen mindestens 14 Personen von Lärmpegeln ab 65 dB(A) am Tag oder mit Pegeln ab 55 dB(A) in der Nacht betroffen sind. Dadurch entfiel an der B 30 die Ortslage Schellenberg sowie in der Kernstadt die Bahnhof- und Schützenstraße. Folgende Lärmschwerpunkte wurden ermittelt: * B 30 Englerts, Mattenhaus und Bad Waldsee-Nord im Bereich der Fliederstraße, * B 30 Ortsdurchfahrt Gaisbeuren und Enzisreute, * L 285 Ortsdurchfahrt Reute, * in der Kernstadt: die Frauenberg-, Bleiche- und Friedhofstraße. Das darauf aufbauende Maßnahmenkonzept sieht vor: * Zukünftig ganztags Tempo 70 auf der B 30 in Englerts und Mattenhaus, statt bisher 100 km/h, * nachts Tempo 70 auf der B 30 im Bereich Bad Waldsee-Nord bei den Hochhäusern an der Fliederstraße, bisher 100 km/h, * nachts Tempo 30 auf der B 30 in Gaisbeuren, bisher Tempo 40, * nachts Tempo 30 auf der B 30 in Enzisreute, bisher Tempo 50, * ganztags Tempo 30 auf der L 285 in Reute, bisher Tempo 50 Tagsüber soll auf der B 30 weiterhin Tempo 100 bei den Hochhäusern an der Fliederstraße sowie Tempo 50 in Gaisbeuren und Enzisreute gelten. Alle Lärmschwerpunkte, auch die in der Kernstadt, sollen bei der nächsten Fahrbahnsanierung einen lärmarmen Fahrbahnbelag erhalten. Für die B 30 bei Gaisbeuren und Enzisreute werden mittel- bis langfristig Ortsumfahrungen vorgesehen. Die Friedhofstraße soll durch zusätzliche Anschlüsse mit der L 316 und L 300 an die B 30-Ortsumfahrung Bad Waldsee entlastet werden. Drei Varianten für die Kernstadt Für die Kernstadt Bad Waldsee erarbeitete das beauftragte Ingenieurbüro drei Varianten, von denen die Verwaltung die Variante 2 favorisierte, der Gemeinderat jedoch Variante 3 befürwortete. Demnach soll künftig in der Bleiche-, Friedhof- und Frauenbergstraße, jedoch erst ab der Tankstelle bis zur Kreuzung an der Stadthalle, ganztags Tempo 30 gelten und auf der Aulendorfer Straße östlich der Reutestraße Tempo 30 nachts. Bürger bringen Wünsche vor Beim Bürgerinformationsabend in Gaisbeuren brachten Bürgerinnen und Bürger weitere Wünsche vor. L 285-Anwohner des Wohngebiets Schorrenbühl in Reute beklagten, dass nach dem Ortsschild die Wohnhäuser gegenüber der Tankstelle weiterhin Lärm ausgesetzt seien, da hier Tempo 50 oder sogar schneller gefahren werde. Sie forderten zusätzlich den Bau einer Lärmschutzwand, was mit Verweis auf zu hohe Baukosten zurückgewiesen wurde. Zudem kann entweder nur eine Geschwindigkeitsbegrenzung vorgenommen oder eine Lärmschutzwand gebaut werden. Die „Initiative B30“ brachte ein Tempolimit von 70 km/h auf der B 30 im südlichen Ortsbereich Gaisbeuren für den Bereich „Dellenhag“ vor. Dieser Lärmschwerpunkt ist bisher im Entwurf unberücksichtigt. Der Vorschlag wird geprüft. Die „Interessengemeinschaft L 285 Reute-Gaisbeuren“ konnte sich mit ihrem Hinweis auf einen drohenden Schilderwald, wenn in Reute 30 gelte und in Gaisbeuren wieder 50, nicht durchsetzen. Aus der Kernstadt kam die Forderung in der Wurzacher Straße Tempo 30 auszuweiten. Bisher gilt dort Tempo 30 für die (Kur-)Gäste beim Haus am Stadtsee. Allerdings sahen die anwesenden Fachleute aufgrund des erhobenen Datenmaterials für weitere Abschnitte dieser Landesstraße mit weniger als 8.200 Kraftfahrzeuge täglich keine Chance für Tempo 30. Verabschiedung im vierten Quartal geplant Der Planentwurf wurde im Sommer öffentlich ausgelegt und die Träger Öffentlicher Belange um eine Stellungnahme gebeten. Der abschließende Beschluss des Gemeinderates ist im vierten Quartal 2022 geplant. Tempolimits können dann kurzfristig umgesetzt werden, da für die Anordnung von Geschwindigkeitsbeschränkungen die Stadt Bad Waldsee nun als Große Kreisstadt selbst zuständig ist. (ff) Q6 Unfälle zweites Tertial 2022 Unfälle zweites Tertial 2022 Die „Initiative B30“ berichtet in zusammengefasster Form über die Straßenverkehrsunfälle auf der Bundesstraße 30 im abgelaufenen Tertial – jeweils etwa von Redaktionsschluss zu Redaktionsschluss. Die Auflistung stellt den ersten bekannten Sachstand dar. Straßenverkehrsunfälle auf der Bundesstraße 30 - 17.04.2022 bis 16.08.2022 Nr. Datum Ort Verunglückte Fahrzeuge Sachschaden Verletzte Tote leicht schwer Ulm - Biberach (Riß) (2-bahnig, 4-streifig) 1 21.04.2022 Dellmensingen k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 2 23.04.2022 Dellmensingen k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 3 26.04.2022 Dellmensingen - 1 - 2 30.000 € 4 06.05.2022 Dellmensingen k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 5 13.05.2022 Laupheim k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 6 18.05.2022 Laupheim - - - 2 - 7 25.05.2022 Äpfingen k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 8 27.05.2022 Gögglingen 2 1 - 2 10.000 € 9 01.06.2022 Wiblingen k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 10 20.06.2022 Donaustetten - Wiblingen k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 11 26.06.2022 Äpfingen - - - 1 8.000 € 12 30.06.2022 Biberach k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 13 03.07.2022 Achstetten - - - 1 40.000 € 14 04.07.2022 Wiblingen - - - 1 100.000 € 15 07.07.2022 Äpfingen - - - 2 - 16 11.07.2022 Wiblingen 1 - - 2 5.000 € 17 15.07.2022 Wiblingen k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 18 16.07.2022 Wiblingen k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 19 27.07.2022 Wiblingen - - - 2 9.000 € 20 03.08.2022 Wiblingen k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 21 04.08.2022 Laupheim - Achstetten k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 22 05.08.2022 Dellmensingen k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 23 14.08.2022 Baltringen - - - 1 3.000 € ? 3 2 0 16 205.000 € Biberach (Riß) - nördl. Baindt (1-bahnig, 2/3-streifig) 24 30.04.2022 Appendorf - - - 4 75.000 € 25 06.05.2022 Enzisreute 1 1 - 2 90.000 € 26 19.05.2022 Bad Waldsee - - - 2 8.000 € 27 24.05.2022 Enzisreute 1 - - 1 9.500 € 28 26.05.2022 Enzisreute - - - 1 2.000 € 29 29.05.2022 Appendorf k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 30 01.06.2022 Hochdorf - 1 - 2 6.000 € 31 13.06.2022 Bad Waldsee k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 32 16.06.2022 Enzisreute 5 - - 2 55.000 € 33 17.06.2022 Enzisreute k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 34 22.06.2022 Oberessendorf 1 - - 2 4.500 € 35 02.07.2022 Gaisbeuren - - - 2 5.000 € 36 30.07.2022 Gaisbeuren k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 37 09.08.2022 Enzisreute k.A. k.A. k.A. k.A. k.A ? 8 2 0 18 255.000 € nördl. Baindt - Oberzell (2-bahnig, 4-streifig) 38 16.05.2022 Ravensburg - - - 1 10.000 € 39 23.05.2022 Baindt k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 40 01.06.2022 Weingarten k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 41 08.06.2022 Baindt 2 - - 2 13.000 € 42 11.06.2022 Baienfurt k.A. k.A. k.A. k.A. k.A Unfälle zweites Tertial 2022 Straßenverkehrsunfälle auf der Bundesstraße 30 - 17.04.2022 bis 16.08.2022 Nr. Datum Ort Verunglückte Fahrzeuge Sachschaden Verletzte Tote leicht schwer 43 23.06.2022 Baienfurt - - - 2 3.000 € 44 19.07.2022 Weingarten - 1 - 1 - 45 26.07.2022 Baienfurt 1 - - 1 60.000 € ? 3 1 0 7 86.000 € Oberzell - Friedrichshafen (1-bahnig, 2-streifig) 46 18.04.2022 Lochbrücke - - - 2 - 47 11.05.2022 Hohenreute 1 1 - 2 4.000 € 48 13.05.2022 Untereschach k.A. k.A. k.A. k.A. k.A 49 24.05.2022 Reute - - - 2 6.000 € 50 30.05.2022 Meckenbeuren 1 - - 2 2.500 € 51 10.06.2022 Lochbrücke 1 1 - 2 5.000 € 52 30.06.2022 Friedrichshafen 1 - - 2 - 53 01.07.2022 Friedrichshafen - - - 2 6.000 € 54 06.07.2022 Friedrichshafen 1 - - 1 - 55 12.07.2022 Meckenbeuren - 1 - 2 10.000 € 56 22.07.2022 Untereschach - 2 - 2 120.000 € 57 10.08.2022 Meckenbeuren 1 - - 2 - ? 6 5 0 21 153.500 € B 30 alt OD Ravensburg - Mariatal - Torkenweiler - Sickenried - Oberhofen - Untereschach 58 10.05.2022 B30 alt 2 - - 2 45.000 € 59 10.05.2022 B30 alt - - - 1 500 € 60 12.07.2022 B30 alt 2 - - 2 5.000 € ? 4 0 0 5 50.500 € insgesamt 21 8 0 51 545.000 € 30.04.2022 Vier Autos fahren ineinander (Appendorf) - Vier Autos sind am Samstagmorgen auf der B 30 kurz vor Biberach ineinander gefahren. Verletzt wurde keiner der 14 Insassen. Der Unfall ereignete sich in Fahrtrichtung Biberach zwischen der Ausfahrt Appendorf und dem Jordanei. Wie die Polizei berichtet, herrschte gegen 10.00 Uhr starker Verkehr in Fahrtrichtung Biberach. Der Verkehr stockte immer wieder und kam zum Stillstand. Das bemerkte ein 33-jähriger Fahrer eines VW zu spät und fuhr einem Mercedes in das Heck, der daraufhin auf einen weiteren Mercedes und dieser auf einen Seat geschoben wurde. Weil im Notruf von sehr vielen Personen die Rede war, die möglicherweise verletzt sein könnten, alarmierte die Rettungsleitstelle in Biberach eine große Anzahl von Rettungskräften. Neben sechs Rettungswagen eilten vier Notärzte zur Unfallstelle. Aus Friedrichshafen und Kempten flogen die Rettungshubschrauber an. Auch die DRK-Einsatzgruppe Katastrophenschutz war vor Ort, ebenso die Polizei sowie die Biberacher Feuerwehr mit sieben Fahrzeugen. Sie sicherte die Unfallstelle und sperrte die B 30 in diesem Bereich in beide Richtungen. Vor Ort stellte sich heraus, dass glücklicherweise niemand verletzt wurde. Die B 30 war rund eineinhalb Stunden gesperrt. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf etwa 75.000 Euro. 06.05.2022 Auto prallt frontal gegen Lkw (Enzisreute) - Zwei Verletzte, hoher Sachschaden und eine längere Straßensperrung forderte ein Verkehrsunfall am Freitagmorgen kurz vor 2 Uhr auf der B 30 bei Enzisreute. Ein 34 Jahre alter Renault-Fahrer, der von Gaisbeuren kommend in Richtung Enzisreute unterwegs war, wollte einen vorausfahrenden Pkw überholen. Beim Ausscheren übersah er einen entgegenkommenden Lkw und prallte frontal mit diesem zusammen. Durch die Kollision wurde der 34-jährige im Renault eingeklemmt. Er musste von der Feuerwehr befreit werden. Mit schweren Verletzungen wurde er vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der 44 Jahre alte Lenker des Lasters erlitt leichte Verletzungen und wurde ebenfalls in einer Klinik behandelt. Durch den Zusammenstoß wurden beide Fahrzeuge stark beschädigt. Es entstand ein Gesamtschaden von ca. 90.000 Euro. Sowohl der Pkw als… Unfälle zweites Tertial 2022 …auch der Lastwagen mussten abgeschleppt werden. Die B 30 war bis kurz vor 8 Uhr zur Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge gesperrt. Der Lenker des Pkw, der von dem 34-jährigen überholt werden sollte, fuhr nach dem Unfall weiter. 16.06.2022 Fünf Verletzte bei Verkehrsunfall (Enzisreute) - Fünf leicht verletzte Personen und ein Sachschaden von insgesamt etwa 55.000 Euro ist die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich am Donnerstagmittag gegen 13 Uhr auf der B 30 bei Enzisreute ereignet hat. Der 65-jährige Fahrer eines Opel geriet mit seinem Fahrzeug zwischen Enzisreute und dem Beginn des Waldes möglicherweise aufgrund eines geplatzten Reifens auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit der linken Fahrzeugseite eines entgegenkommenden Audi. Die 72 Jahre alte Audi-Fahrerin wurde durch den Aufprall mit ihrem Fahrzeug von der Straße abgewiesen und kam wenige Meter neben der Fahrbahn in einer Wiese zum Stehen. Der Unfallverursacher und seine drei Mitfahrer sowie die Audi-Lenkerin wurden durch den Rettungsdienst zur weiteren ärztlichen Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Um die beiden Fahrzeuge, an denen jeweils wirtschaftlicher Totalschaden entstand, kümmerte sich ein Abschleppdienst. 04.07.2022 Lkw gerät außer Kontrolle (Wiblingen) - Die Kontrolle über seinen Laster verlor am Montag ein 54-jähriger auf der B 30 bei Wiblingen. In der Folge schrammte das Fahrzeug an den Leitplanken entlang. Der Unfall ereignete sich kurz nach 7 Uhr. Der 54-jährige fuhr mit seinem Laster in Richtung Biberach. Kurz nach der Ausfahrt Wiblingen hatte er ein akutes medizinisches Problem. Dabei geriet sein Lastwagen nach links und er schrammte auf einer Strecke von etwa 150 Meter an der Mittelleitplanke entlang. Dadurch wurden Leitplanken und Laster erheblich beschädigt. Rettungskräfte behandelten den 54-jährigen an der Unfallstelle. Der nicht mehr fahrbereite Lkw wurde durch den Abschleppdienst geborgen. Die Unfallstelle war gegen 12 Uhr geräumt. Davor kam es im Berufsverkehr zu Behinderungen. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf etwa 100.000 Euro. 22.07.2022 Ford-Transit frontal mit Wohnmobil zusammengestoßen (Untereschach) - Zwei schwer verletzte Personen und Sachschaden von etwa 120.000 Euro ist die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich am Freitag gegen 14 Uhr auf der B 30 bei Untereschach ereignet hat. Ein 33-jähriger Fahrer eines Ford-Transit war zwischen der Kreuzung bei Untereschach und Oberzell in Richtung Ravensburg unterwegs und geriet auf der zweistreifigen Strecke mutmaßlich aufgrund von Unachtsamkeit auf die Gegenfahrbahn, wo er seitlich frontal mit einem entgegenkommenden Wohnmobil kollidierte. Bei dem Zusammenstoß erlitt der Unfallverursacher schwerste Verletzungen und musste nach notärztlicher Erstversorgung vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht werden. Der 61 Jahre alte Fahrer des Wohnmobils wurde schwer verletzt vom Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Am Ford entstand wirtschaftlicher Totalschaden, der sich auf etwa 20.000 Euro beläuft. Am Wohnmobil, das ebenfalls stark beschädigt wurde, wird der Sachschaden auf rund 100.000 Euro geschätzt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten vom Abschleppdienst geborgen werden. Für die Unfallaufnahme und die Bergungsmaßnahmen musste die Bundesstraße bis in den Abend voll gesperrt werden. Die Feuerwehr war mit 5 Fahrzeugen und rund 25 Kräften im Einsatz. 26.07.2022 63-jähriger schleudert von der Fahrbahn (Baienfurt) - Schaden von rund 60.000 Euro ist an einem Pkw entstanden, dessen Fahrer am Dienstag kurz nach 9 Uhr auf der B 30 verunfallte. Der 63 Jahre alte Lenker war mit seinem Pkw in Richtung Bad Waldsee unterwegs, als er kurz nach der Bahnunterführung stark beschleunigte. Dabei geriet sein Pkw ins Schleudern und brach aus. Er fuhr rechtsseitig ins Bankett, sodass an dem Wagen augenscheinlich Totalschaden entstand. Der 63-jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde vor Ort rettungsdienstlich behandelt. (ots) Q7 Aus Bund und Land Verkehrsminister tagten in Bremen (Bremen) - Der ÖPNV und der Radverkehr standen im Fokus der Frühjahreskonferenz der Verkehrsministerinnen und -minister der Länder im Mai 2022 in Bremen. Geld für den ÖPNV gefordert Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing wurde aufgefordert die Regionalisierungsmittel für den Betrieb des ÖPNV aufzustocken: Die zugesagten zusätzlichen 1,2 Mrd. Euro aus dem Corona-Rettungsschirm und die zusätzlichen 2,5 Mrd. Euro für das Neun-Euro-Ticket reichten nicht aus. Die Länder forderten weitere 1,5 Mrd. Euro für den ÖPNV-Ausbau. Geld für den Radverkehr gefordert Die Verkehrsminister forderten vom Bund ein Aufstocken der Finanzhilfen „Stadt und Land“ und „innovative Modellprojekte“ sowie deren Verstetigung bis 2030. Dem Fachkräftemangel für die Radverkehrsplanung soll durch Umschulung von Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie Planerinnen und Planern anderer Fachrichtungen begegnet werden. Geld für Elektromobilität gefordert Die Verkehrsministerkonferenz begrüßte die Ziele der Bundesregierung zur Dekarbonisierung des Kfz-Verkehrs durch die Elektromobilität bis 2030 - mit 15 Millionen vollelektrischen Pkw sowie einer Million öffentlich zugänglicher Ladepunkte. Dazu soll der Bund ausreichende Fördermittel zur Verfügung stellen sowie Strukturen für Nutzfahrzeuge ausweisen und anpassen. ÖPNV-Vision begrüßt Die Verkehrsministerkonferenz begrüßt die Absicht eine Vision für den ÖPNV als Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu entwickeln und den ÖPNV im Rahmen des angekündigten Ausbau- und Modernisierungspakts nachhaltig zu stärken. Dekarbonisierung Luftverkehr Die Verkehrsministerkonferenz betonte, dass weiterhin der Entwicklung und Nutzung alternativer Kraftstoffe im Luftverkehr besondere Priorität einzuräumen ist. Straßenbäume schützen Die Verkehrsministerkonferenz unterstützt die Erhaltung und Entwicklung von Straßenbäumen und Alleen ausdrücklich. Straßenbäume und Alleen sind als Kulturgut einzustufen und prägen das Landschaftsbild. Bäume leisten bedeutende Beiträge bei der Schaffung und der Vernetzung von Lebensräumen. Bäume erhöhen die Biodiversität, sie fördern wesentlich die angestrebten Klimaziele. Mehr Kontrolle über Autobahn GmbH Die Verkehrsministerkonferenz fordert mehr Kontrollmöglichkeiten der Länder über die Autobahn GmbH des Bundes. Die Länder fordern die Einrichtung eines Begleitgremiums. Digital planen Die Verkehrsministerkonferenz dankte dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr für die Erarbeitung der Grundlagen für die zukünftige Implementierung von digitalen Planungs- und Baumethoden (BIM). Diese digitale Arbeitsmethode dient zukünftig der Planung und dem Bau von Straßen. Die Verkehrsministerkonferenz befürwortet ausdrücklich die Veröffentlichung und die Umsetzung des „Masterplans BIM Bundesfernstraßen in den Ländern“. Militärstraßen aktualisieren Die Verkehrsministerkonferenz ersucht das Bundesministerium für Digitales und Verkehr um eine Beschleunigung der Aktualisierung und Digitalisierung des Militärstraßen- und Hauptzivilstraßengrundnetzes in Deutschland. (ff) Q8 Verkehrsinvestitionsbericht 2020 vorgelegt (Berlin) - Die Bundesregierung legte im August 2022 den Verkehrsinvestitionsbericht über die getätigten Investitionen in die Bundesschienenwege, die Bundesfernstraßen und die Bundeswasserstraßen im Jahr 2020 vor (Bundestagsdrucksache 20/2295). Demnach entfielen auf Bundesschienenwege rd. 6,8 Mrd. Euro, auf Bundesfernstraßen rd. 7,9 Mrd. Euro und auf Bundeswasserstraßen rd. 1,2 Mrd. Euro. Die Investitionstätigkeit im Jahr 2020 bezog sich bei Bundesschienenwegen auf der NBS/ABS Stuttgart–Ulm, Karlsruhe–Basel, Oldenburg–Wilhelmshaven, Nürnberg–Erfurt–Halle/Leipzig, München–Lindau und Ulm–Lindau. Bei den Bundesfernstraßen wurden 8,5 km Bundesautobahnen neu gebaut, rd. 33,1 km auf sechs oder mehr Fahrstreifen erweitert und rund 59,5 km Bundesstraßen aus- oder neugebaut, darunter 14 Ortsumgehungen. Bei den Bundeswasserstraßen wurden die Maßnahmen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Hafenstandortes Deutschland fortgeführt. Pandemiebedingt ging im Jahr 2020 das Verkehrsaufkommen deutlich zurück. Nach vorläufigen Angaben betrug der Durchschnitt auf Autobahnen 44.300 Kfz (-15,8 %) und auf Bundesstraßen 8.060 Kfz (-12,1 %) pro Tag. (ff) Q9 Vorrang für Energietransporte auf der Schiene (Berlin) - Um die Energieversorgung in Deutschland zu sichern, sollen Energietransporte ab sofort Vorrang auf der Schiene haben. Das beschloss die Bundesregierung Ende August in einer Rechtsverordnung. Ziel ist es, den Betrieb von Kraftwerken, Raffinerien und Stromnetzen sicherzustellen. Hintergrund für die Verordnung sei die durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine verursachte Energiekrise. (ff) Q10 Aus Bund, Land und Region Kein Güterverkehrszentrum in Oberschwaben? (Stuttgart) - Die Landesregierung strebt offenbar kein weiteres Güterverkehrszentrum in Oberschwaben an. Laut der Stellungnahme des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg zum Antrag der SPD wird ein Güterverkehrszentrum bei Ravensburg nicht benannt (Landtagsdrucksache 17/2589). Die bisherigen Standortanalysen haben Potenziale für die Regionen Neckar-Alb und Ortenau ergeben. In beiden Regionen laufen aktuell Planungen für neue Umschlagterminals in Reutlingen und Lahr. Demnach können Güter in Oberschwaben weiterhin nur im Güterverkehrszentrum Ulm oder in Singen auf die Schiene verladen werden. Eine Konkurrenz zwischen den Terminals soll vermieden werden. Für den Kombinierten Verkehr werden deutliche Steigerungen prognostiziert. Auf der Schiene sieht das Güterverkehrskonzept von 2010 bis 2030 eine Verdopplung der Verkehrsleistung vor. (ff) Q11 B 10 jetzt zweibahnig (Neu-Ulm) - Die ausgebaute Bundesstraße 10 bei Neu-Ulm wurde am Montag, 27.06.2022 im Beisein von Michael Theurer, Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, feierlich für den Verkehr freigegeben. Das Staatliche Bauamt Krumbach plante den Ausbau der bisher einbahnigen Bundesstraße zwischen Neu-Ulm und der Anschlussstelle Nersingen (A 7). Neben dem vierstreifigen Ausbau wurden 6 km Wirtschafts-, Geh- und Radwege neu angelegt und 13 Ingenieurbauwerke neu errichtet. Die Kosten belaufen sich auf rund 50 Mio. Euro. Die B 10 zwischen der AS Neu-Ulm und der AS Nersingen ist für den überregional ausgerichteten Durchgangsverkehr auf der B 30 die direkte Verbindung zur A 7 und A 8, heißt es im Planfeststellungsbeschluss. (ff) Q12 Anspruch auf Lärmschutz an Umleitungsstrecken (Berlin) - Der Deutsche Bundestag änderte am 19. Mai 2022 das Bundesfernstraßengesetz. Demnach erwerben Anwohner an Umleitungsstrecken unter bestimmten Voraussetzungen das Recht auf Erstattungen für Lärmschutzmaßnahmen. Die Auswirkungen des Verkehrslärms entlang von Umleitungsstrecken soll verringert und die Akzeptanz für notwendige Umleitungen erhöht werden. Konkret werden Gebäudeeigentümern die Ausgaben für Schallschutzmaßnahmen erstattet, wenn der Straßenverkehrslärm entlang einer Umleitungsstrecke um mindestens drei Dezibel ansteigt, der Beurteilungspegel von 64 dB(A) am Tag oder 54 dB(A) in der Nacht überschritten wird und die Streckenumleitung länger als zwei Jahre dauert. Anträge sind an die Straßenbauverwaltung zu richten. Die genauen Voraussetzungen finden sich in § 14 Bundesfernstraßengesetz, in der Fassung vom 19. Juni 2022. (ff) Q13 Verkehrshaushalt gekürzt (Berlin) - Der Bundestag hat den Etat des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr in Höhe von insgesamt 36,1 Milliarden Euro am 31. Mai 2022 gebilligt. Zum Vergleich: Im Vorjahr betrug der Etat 41,35 Milliarden Euro. Während der Vorberatungen hat der zuständige Ausschuss im Etatentwurf eine Erhöhung um 111 Millionen Euro vorgesehen. Ferner wurde eine andere Gewichtung vorgenommen: Höhere Haushaltsmittelbeträge erhalten demnach Bundesschienenwege, Bundeswasserstraßen sowie der Rad- und Fußverkehr. Der Etat der Autobahn GmbH hingegen wurde ebenso wie die Investitionen in Bundesstraßen gekürzt. (ff) Q14 Lkw-Maut wird teurer (Berlin) - Zum 1. Januar 2023 steigt die Maut für Lkw auf deutschen Autobahnen und Bundesstraßen. Die Bundesregierung beschloss im Mai 2022 eine Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes. Dadurch sollen die Mauteinnahmen in den Jahren 2023 bis 2027 im Durchschnitt auf rund 8,3 Milliarden Euro pro Jahr steigen. Die Gesetzesanpassung enthält noch keine Differenzierung nach CO2-Ausstoß. Eine solche benötigt einen längeren zeitlichen Vorlauf zur technischen und organisatorischen Umsetzung. Daher ist laut Koalitionsvertrag ein separates Änderungsgesetz im kommenden Jahr geplant. Dann wird der gewerbliche Güterkraftverkehr ab 3,5 Tonnen einbezogen. Bisher zahlen Lkw zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen keine Maut. (ff) Q15 Aus der Region Feuerwehr absolviert 295 Einsätze (Bad Waldsee) - Ein besonders einsatzreiches Jahr liegt hinter der Freiwilligen Feuerwehr Bad Waldsee: Zu 295 Einsätze rückten die Abteilungen Stadt, Reute-Gaisbeuren, Michelwinnaden, Mittelurbach und Haisterkirch aus. Unter den Einsätzen waren einige Großbrände und schwere Unfälle: Drei 18-jährige verstarben auf der Kreisstraße zwischen Steinach und Reute. Auf der B 30 konnte ein Kleinkind nur noch tot geborgen werden. Kräftezehrend waren Großbrände sowie zahlreiche Hochwassereinsätze im Sommer 2021. Ein Scheunenbrand in Mennisweiler, ein Großbrand in Oberurbach sowie mehrere Unfälle übers Jahr verteilt vor allem auf der B 30 – zum Teil mit brennenden Autos. 230 von 295 Einsätze waren technische Hilfeleistungen, wozu Unfälle, Tierrettungen oder Türöffnungen zählen, 25 Brände, 36 Fehlalarme und 4 „Sonstige“. (ff) Q16 Lucha verspricht rasche Planung (Meckenbeuren) – Manfred Lucha (Grüne), Minister für Soziales, Gesundheit und Integration besuchte im August als Wahlkreisabgeordneter im Landtag, Meckenbeurens neuen Bürgermeister Georg Schellinger. Beide zeigten sich zuversichtlich, dass die zweibahnige B 30-Ortsumfahrung zügig weitergeplant werde. Lucha sagte zu, sich hartnäckig dafür einzusetzen. Der neue Bürgermeister und die ganze Gemeinde brauchten Planungssicherheit. (ff) Q17 Gemeinderat stimmt für Neugestaltung in Untereschach (Ravensburg) - Der Gemeinderat Ravensburg bearbeitete in der Juli-Sitzung die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt Untereschach. Nach der Inbetriebnahme der B 30 neu, von Ravensburg-Süd bis Untereschach, Ende 2019, hat sich die Verkehrslage auf der B 30 alt grundlegend verändert, sodass eine Umgestaltung der Ortsdurchfahrt nun möglich ist. Die ehemaligen Bundesstraßen 30 und 467 wurden zu Kreisstraßen abgestuft. Gleichzeitig haben sich die Verkehrsstärken in den Ortsdurchfahrten Untereschach und Obereschach erheblich reduziert. Eine aktuelle Verkehrsmessung ergab in der Ortsdurchfahrt Untereschach werktags 5.800 Fahrzeuge und in Obereschach 7.500 Fahrzeuge. Mit der Umgestaltung der Ortsdurchfahrt befasste sich der Ortschaftsrat Eschach erstmals am 09.04.2019. Es folgte ein Beschluss des Bau- und Verkehrsausschusses Eschach am 07.10.2020. Erneut beriet der Ortschaftsrat am 18.11.2020 und 08.03.2022. In einer digitalen Öffentlichkeitsveranstaltung am 06.04.2022 wurde schließlich die Entwurfsplanung vorgestellt. Die vorliegende Entwurfsplanung sieht im Wesentlichen vor: * Neugestaltung der Ortseingangsbereiche im Osten und Westen durch verschwenkte Verkehrsinseln und Querungshilfen. * Verbreiterung der Gehwege auf eine Breite von 2,0 m bzw. 2,50 m. * Führung der Radfahrer jedoch auf der Straße mittels beidseitigen Schutzstreifen. * Verlegung der Bushaltestellen von der Obereschacher Straße in die Friedrichshafener Straße mit gleichzeitigem barrierefreien Ausbau und Aufwertung des Einstieg- und Ausstiegbereichs. Der Bus wird zukünftig auf der Fahrbahn halten. * Anbindung des geplanten Radschnellwegs (RS 9) von Baindt nach Friedrichshafen. * Erhalt der bisherigen Lichtsignalanlagen für Fußgänger. Mit der vorliegenden Entwurfsplanung wird aus Sicht der Verwaltung die Ortsdurchfahrt Untereschach aufgewertet. Nennenswerte Verkehrsverlagerungen seien nicht zu erwarten. Durch die auf der Fahrbahn haltenden Busse und den Schutzstreifen für Radfahrende wird eine optische Fahrbahnverengung hergestellt, die zur Verkehrsberuhigung beiträgt. Die Gesamtkosten belaufen sich nach aktuellem Stand auf rund 1.950.000 Euro. Die Verwaltung strebt eine Ausschreibung im Herbst 2022 an. Der Ortschaftsrat Eschach stimmte der Planung am 05.07.2022 zu. Auch im Gemeinderat Ravensburg wurde die Planung am 18.07.2022 einstimmig angenommen. (ff) Q18 Impressum Herausgeber „Initiative B 30“ Franz Fischer Alter Bühlweg 8 88339 Bad Waldsee Deutschland info@b30neu.de www.b30neu.de Redaktionsleitung Franz Fischer, presserechtlich verantwortlich. Redaktion Franz Fischer Redaktionsschluss Jeweils 14 Tage vor Erscheinen. Letzte Änderung an dieser Ausgabe: 21.05.2023 21:54 Anzeigenannahme Franz Fischer Tel. +49 (0) (15 15) 7 76 23 02 info@b30neu.de Datenschutz www.b30neu.de/datenschutz Druck „B30 Insider“ wird bei wichtigen Themen von großem Interesse und wirtschaftlicher Vertretbarkeit oder per Sponsoring gedruckt. Die Auflage richtet sich nach dem Bedarf und beträgt in der Regel 500 bis 1000 Exemplare. Erscheinen „B30 Insider“ erscheint dreimal jährlich. Quellen Lesen Sie B 30 Insider online: www.b30neu.de/insider Quellen/Grundlagen Q1 https://www.bmj.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2022/0727_Hinweisgeberschutz.html Q2 https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpt/presse-und-soziale-medien/pressemitteilungen/artikel/b-30-fahrbahndeckenerneuerung-zwischen-egelsee-und-gaisbeuren/ Q3 https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-ravensburg/bad-waldsee_artikel,-b-30-bauarbeiten-raser-und-ueberholmanoever-auf-nebenstrecken-_arid,11546602.html https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/138081/5301436 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/138081/5302690 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/138081/5301868 Q4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/07/PD22_286_46241.html Q5 https://www.b30neu.de/nachrichten?newsid=201&mode=singleview https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-biberach/hochdorf_artikel,-b30-soll-zwei-jahre-lang-gesperrt-werden-verkehrschaos-droht-_arid,11527816.html https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpt/presse-und-soziale-medien/pressemitteilungen/artikel/b-30-planung-zum-neubau-von-feldwegueberfuehrungen-bei-laupheim-baustetten/ https://www.schwaebische.de/landkreis/bodenseekreis/meckenbeuren_artikel,-neuer-senglinger-steg-rueckt-im-sommer-ein-stueck-naeher-_arid,11536073.html https://www.schwaebische.de/?arid=11538941 Q6 https://ris.bad-waldsee.de/tops/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZURTYVK_Axpvg_8lBjCkF5g https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-ravensburg/bad-waldsee_artikel,-kuenftig-gilt-tempo-30-auf-mehreren-strassen-in-bad-waldsee-und-entlang-der-b-30-_arid,11515587.html https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-ravensburg/bad-waldsee_artikel,-waldseer-wuenschen-sich-weitere-tempo-30-strassen-_arid,11530706.html Q7 https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-biberach/biberach_artikel,-vier-autos-fahren-auf-der-b30-bei-biberach-ineinander-_arid,11502201.html https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/138081/5214874 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/138081/5250792 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110979/5265426 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/138081/5279789 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/138081/5283312 Q8 https://www.verkehrsministerkonferenz.de/VMK/DE/termine/sitzungen/22-05-04-05-vmk1.html?nn=4812620 Q9 https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-905486 Q10 https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2022/058-wissing-vorrang-fuer-energietransporte-auf-der-schiene-sichert-die-stromversorgung.html?nn=13326 Q11 https://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP17/Drucksachen/2000/17_2589_D.pdf Q12 https://www.bsaktuell.de/regionalnachrichten/landkreis-neu-ulm/bundesstrasse-10-zweibahnigen-ausbau-von-neu-ulm-bis-zur-as-nersingen-a7-fertiggestellt/321555/ https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ulm/b10-ausbau-bei-neu-ulm-ist-fertig-100.html https://www.stbakru.bayern.de/strassenbau/projekte/B73S.ABBA0001.00.html Q13 https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2022/kw20-de-bundesfernstrassengesetz-894670 Q14 https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2022/kw22-de-digitales-verkehr-896284 https://www.rnd.de/politik/gruene-kuendigen-an-ampel-stellt-alle-neubaustrassenprojekte-auf-den-kosten-pruefstand-E2WPCMGJPNCTVH7MFJHDMI7ATE.html Q15 https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw20-de-europaeischer-mautdienst-840250 https://www.heise.de/news/Bundesregierung-will-Lkw-Maut-anheben-7122905.html Q16 https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-ravensburg/bad-waldsee_artikel,-kraeftezehrendes-einsatzjahr-hat-die-waldseer-feuerwehr-in-atem-gehalten-_arid,11513062.html Q17 https://manne-lucha.de/news/meckenbeuren-braucht-umfahrung/ Q18 https://session.ravensburg.de/bi/si0057.asp?__ksinr=16607 --------------- ------------------------------------------------------------ --------------- ------------------------------------------------------------

 

Letzte Aktualisierung: 29. Apr. 2024
Seite erstellt am: 31. Aug. 2022



Aktiv werden

Wir leben in einer Zeit, in der einige Menschen das Gefühl haben, dass die Regierung sie nicht mehr berücksichtigt. Manche Politiker lehnen nur noch den Individualverkehr ab und setzen ausschließlich auf öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder, während andere unkontrolliert den Autobahnverkehr fördern. Diejenigen, die dazwischen liegen, bleiben oft auf der Strecke.

Es ist an der Zeit, dass Politiker, Entscheidungsträger und große Städte den ländlichen Raum nicht mehr vernachlässigen und respektvoller mit dessen Bewohnern umgehen.

Zukunft fördern

Die "Initiative B30" kämpft für nachhaltige Verbesserungen entlang der Bundesstraße 30 von Baindt bis Biberach/Riß in Oberschwaben. Unser Ziel ist es, eine sichere, zukunftsorientierte Infrastruktur zu schaffen, die Mobilität und Lebensqualität fördert, Städte und Wirtschaftsstandorte verbindet und die Region stärkt.

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Aktiv für die Menschen, Wirtschaft und Umwelt

Veränderungen im Straßenwesen sind herausfordernd und stoßen auf Vorbehalte und Widerstand. Jede einzelne Änderung erfordert harte Arbeit und Durchsetzungsvermögen. Eine Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ist unerlässlich, denn in schwierigen Zeiten zeigt sich, wer wirklich loyal ist.

28

Jahre Efahrung im Verkehrswesen und der Verkehrswegeplanung in Deutschland

14

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