Was bisher geschah


...oder wie man eine Bundesstraße zum Verkehrskollaps bringt
Bündnis 90/Die Grünen sprechen immer noch vom fehlenden Bedarf: Der Aus- und abschnittsweise Neubau der Bundesstraße 30 zwischen Baindt und Biberach/Riß zieht sich seit Jahrzehnten hin. Häufig wird der Bedarf in Frage gestellt und Probleme schön geredet. Seit 2010 sind rund 33 Prozent der Strecke zwischen Baindt und Biberach/Riß überlastet.

 
Auf der Strecke liegt ein Ort mit ausgefallenem Namen: Gaisbeuren. Gaisbeuren ist ein eigentlich idyllisches 2.000 Einwohner-Dorf  in Oberschwaben - ein idyllisches Hochland zwischen der Schwäbischen Alb und dem Bodensee. Eigentlich, doch Gaisbeuren ist einer der am stärksten belasteten Ortsdurchfahrten in Deutschland: 2014 gab es über 1.000 km Stau mit rund 330 Staustunden - Werte, die man sonst nur von den am stärksten befahrenen Autobahnen kennt.


Wie ist das möglich?
Erste Planungen zum Ausbau der Bundesstraße 30 als leistungsfähige Hauptachse gehen bereits auf 1926 zurück. In den 1950-60er Jahren gingen die Planungen relativ schnell voran. Doch ab 1970 wechselten sich Auf- und Abstufungen, die Streichung aus Sonderausbauprogrammen, das Abstreiten eines Nutzens, die Darstellung als unbefahrene Nebenstrecke, der Abriss von Gebäuden beim Ausbau von Ortsdurchfahrten und peinlichen Planungen ab.

 


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Letzte Aktualisierung: 24. Feb. 2015