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14.07.2022

Weitere Geschwindigkeitsbeschränkungen gefordert

(Bad Waldsee) - Beim Bürger-Informationsabend am Dienstag in Gaisbeuren wurde deutlich, dass der erste Entwurf für die erste Fortschreibung des Lärmaktionsplans der Stadt Bad Waldsee noch nicht alle Wünsche der Bürger erfüllt. Gefordert wurden weitere Tempo 30-Zonen in Bad Waldsee, aber auch an der L 285 in Gaisbeuren sowie Tempo 70 in einem weiteren Bereich der B 30.
 
Rund 20 Bürgerinnen und Bürger waren am Dienstag zum Informationsabend ins Dorfgemeinschaftshaus Gaisbeuren gekommen. Im Verlauf der durchweg sachlich geführten Diskussion kündigte Oberbürgermeister Matthias Henne an, dass er dem Gemeinderat den Beitritt der Kurstadt zur Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ empfehlen werde.
 
Auf Basis der vorliegenden Kfz-Zahlen wurde klar, dass nicht alle Wünsche der Bürger erfüllt werden können. Der bisherige Planentwurf sieht künftig etwa Tempo 30 ganztags in der Bleiche-, Frauenberg- und Friedhofstraße in Bad Waldsee sowie auf der L 285 in Reute vor. Ganztags soll auf der B 30 bei Englerts und Mattenhaus Tempo 70 gelten, nachts zusätzlich bei den Hochhäusern im Bereich Bad Waldsee-Nord. In den B 30-Ortsdurchfahrten Gaisbeuren und Enzisreute bleibt es tagsüber bei Tempo 50, nachts soll dort künftig Tempo 30 gelten.
 
Bürgerinnen und Bürger brachten weitere Wünsche vor: Anwohner des Wohngebiets Schorrenbühl in Reute monierten, dass nach dem Ortsschild ihre Wohnhäuser gegenüber der Agip-Tankstelle weiterhin Lärm ausgesetzt würden, da hier Tempo 50 oder sogar mehr gefahren werde. Sie forderten den Bau einer Lärmschutzwand, was mit Verweis auf zu hohe Baukosten zurückgewiesen wurde.
 
Annette Uhlenbrock brachte im Namen der „Initiative B 30“ ein Tempolimit auf der B 30 im südlichen Ortsbereich Gaisbeuren für den Bereich „Dellenhag“ vor. Dieser Lärmschwerpunkt ist im Entwurf bisher unberücksichtigt. Den Vorschlag wertete die Verwaltung positiv. Er soll geprüft werden.
 
Steffi Rist von der „Interessengemeinschaft L 285 Reute-Gaisbeuren“ konnte sich hingegen mit ihrem Hinweis auf einen drohenden Schilderwald, wenn in Reute 30 gelte und in Gaisbeuren wieder 50, nicht durchsetzen.
 
Aus der Kernstadt kam die Forderung in der Wurzacher Straße Tempo 30 auszuweiten. Bisher gilt dort Tempo 30 für die Kurgäste beim Haus am Stadtsee. Allerdings sahen die anwesenden Fachleute aufgrund des erhobenen Datenmaterials für weitere Abschnitte dieser Landesstraße mit weniger als 8.200 Kraftfahrzeuge täglich keine Chance für Tempo 30.


 




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Im Ländlichen Raum orientiert sich eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik am tatsächlichen Bedarf. Staus und Unfallschwerpunkte müssen beseitigt werden.

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