Verkehrsaufkommen


Gesamte Verkehrsbelastung 2010

Verkehrsbelastung 2010

 

Schwerverkehr 2010

Schwerverkehr 2010

 

Güterverkehr 2010

Güterverkehr 2010

 

Auslastung 2010

Auslastung der Bundesfernstraßen
in 2010

 

Die B 30 ist auch mit Stand 2010 immer noch eine der am stärksten befahrenen Bundesstraßen in Deutschland. Bis zu 45.600 Kraftfahrzeuge fahren im täglichen Durchschnitt über sie. Darunter bis zu 4.995 Fahrzeuge des Schwerverkehrs. Das sind vor allem schwere Lkw. Die Jahresfahrleistung beträgt zwischenzeitlich 783,5 Mio. km. Darunter 68,5 Mio. km des Schwerverkehrs und 95,8 Mio. km des Güterverkehrs.

 

Belastung der oberzentralen Hauptachse

Das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen beträgt mit Stand 2010 gemittelt über die oberzentrale Achse Ulm/Neu-Ulm - Friedrichshafen/Ravensburg/Weingarten, rund 22.300 Kfz/24h bei einem Schwerverkehr von 2.120 Kfz/24h ab 3,5 Tonnen. Dies liegt deutlich über den durchschnittlichen Werten von Bundesstraßen und Ortsdurchfahrten. An Werktagen liegen die Belastungen mit 23.800 Kfz/24h noch höher, der Schwerverkehr sogar deutlich bei 2.580 Kfz/24h ab 3,5 Tonnen.

 

Durchschnittliche Verkehrsbelastung von Bundesstraßen und Ortsdurchfahrten

Mit Stand 2010 wurden auf deutschen Bundesstraßen eine durchschnittliche tägliche Verkehrsbelastung von rund 9.340 Kfz mit einer Schwerverkehrsbelastung von 794 schwere Kfz ermittelt. Dies betrifft Strecken außerorts. Die Verkehrsbelastung von Ortsdurchfahrten lag in Baden-Württemberg mit 7.240 Kfz/24h und 341 schweren Kfz/24h noch weiter darunter.

 
Vergleich mit anderen Straßen

Werden Verkehrsbelastungskarten betrachtet (rechts oben - die Karten können mit einem Klick vergrößert werden), so zeigt sich, wie stark die B 30 alleine in der Region im Vergleich zu anderen Straßen belastet ist. Zwar wirken die Belastungen auf den ersten Blick neben der A 7 und A 96 als wenig, werden allerdings die Bundesstraßen von Ost nach West und Nord nach Süd betrachtet, zeigt sich die deutlich überdurchschnittliche Belastung, vor allem beim Schwerverkehr.

 

Vergleich der Belastung der Ortsdurchfahren

In den Ortsdurchfahrten der B 30 wurden in 2010 die Normalwerte des gesamten Verkehrsaufkommens um das 2,5- bis 2,9-fache, wie auch des Schwerverkehrs um das 4,5- bis 4,7-fache überschritten.

Die Ortsdurchfahrten Enzisreute und Gaisbeuren sind mit Stand 2010 mit rund 21.300 Kfz/24h und rund 1.600 Kfz/24h des Schwerverkehrs die am stärksten belasteten Ortsdurchfahrten von Orten in Deutschland, für welche Ortsumgehungen vorgesehen sind, diese allerdings im "Weiteren Bedarf" im Bundesverkehrswegeplan eingestuft sind. Für Projekte im "Weiteren Bedarf" besteht ein Planungs- und Bauverbot. An Werktagen liegen die Werte mit ca. 22.700 Kfz/24h und ca. 2.000 Kfz/24h des Schwerverkehrs noch weiter darüber. Auf dem Abschnitt Bad Waldsee-Nord bis Oberessendorf ist es vor allem der hohe Schwerverkehr, der den Bewohnern von Mattenhaus, Englerts, Hebershaus und Oberessendorf zu schaffen macht.

 

Schwerverkehr

Bei Verkehrszahlen spielt nicht nur das gesamte Verkehrsaufkommen, sondern auch der Schwerverkehr eine Rolle. Es macht durchaus einen Unterschied, ob zehn Pkw (Leichtverkehr) oder zehn Lkw (Schwerverkehr) fahren. Unter Schwerverkehr versteht man alle Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht ab 3,5 Tonnen. Dies sind vor allem schwere Lkw. Hauptachsen zeichnen sich auch durch ein durchgängig hohes Schwerverkehrsaufkommen aus. Der Schwerverkehr aus dem Bodenseeraum und südlichen und westlichen Landkreis Ravensburg sammelt sich nach wie vor im Süden von Ravensburg und fließt über die B 30 in Richtung Norden nach Ulm ab. Der gesamte Streckenabschnitt Baindt - Biberach ist deshalb vom Schwerverkehr hoch belastet. Die Belastung bewegt sich mit Stand 2010 im Mittel zwischen 1.243 und 2.121 schwere Kfz/24h. Es trifft nicht zu, dass der Schwerverkehr aus dem Bodenseeraum und Landkreis Ravensburg ausschließlich über die A 96 und A 7 nach Ulm fährt. Verkehr sucht sich den Weg des geringsten Widerstands und hier ist die B 30 die eindeutig kürzere Verbindung.

 

Verkehrsströme

Verkehrsströme sind mit den Wegebeziehungen historisch gewachsen. So treffen auf dem Abschnitt Baindt - Biberach/Riß mehrere Hauptverkehrsströme zusammen. Bei Bad Waldsee-Süd trifft ein Hauptverkehrsstrom auf die Bundesstraße, wie auch ein weiterer in Gaisbeuren, die beide in Richtung Süden/Ravensburg abfließen. Bei Oberessendorf verläuft die B 30 zusammen mit der B 465 bis Biberach/Riß und nimmt dabei deren Verkehr mit auf. Unter anderem ergibt sich daraus, dass die B 30 von Bad Waldsee-Süd bis Baindt und von Oberessendorf bis Biberach für eine Bundesstraße hoch belastet ist, während auf dem Abschnitt Oberessendorf - Bad Waldsee-Süd noch knapp überdurchschnittliche Werte beim gesamten Aufkommen erreicht werden.

 

Überlastung

Aufgrund des für Bundesstraßen hohen bis herausragenden Verkehrsaufkommens und insbesondere des hohen Schwerverkehrs kommt es auf dem B 30 Abschnitt Baindt - Biberach zu entsprechenden Problemen.
 
Inzwischen ist die B 30 vom Ausbauende bei Baindt über Enzisreute und Gaisbeuren bis Bad Waldsee-Süd überlastet. Im Tagesverlauf äußert sich dies vor allem durch häufige Rückstaus. Es bedeutet aber auch, dass außerhalb der Stauzeiten der Verkehr relativ flüssig fließen kann. Gleichzeitig sind hier inzwischen wiederum im Tagesverlauf unberechenbare und spontane Verkehrszusammenbrüche zu beobachten. Ebenfalls ist die B 30 inzwischen vom Ausbauende bei Biberach/Riß bis Appendorf überlastet. Da die Strecke hier relativ gerade, eben und übersichtlich ist, planfreie Knotenpunkte und keine Ortsdurchfahrten vorhanden sind, halten sich die Staus noch in Grenzen. Es sind erhebliche Verkehrsmengen notwendig, damit eine Straße nach dem HCM 2000 als überlastet gilt. Vom Jahr 2005 auf 2010 haben sich die überlasteten Kilometer - auf ca. 10,2 km - mehr als verdoppelt. Die Gesamtstrecke zwischen den Ausbauenden beträgt ca. 30,7 km.

 

Weitere Informationen
Verkehrszahlen-Tabelle
Verkehrszahlen-Datenbank Deutschland
Verkehrszahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
Überlastung

 


< Zurück Weiter >