Demographie

Schrumpfende und wachsende Städte und Gemeinden
Wachsende und schrumpfende Städte und
Gemeinden

Wie schnell sich demographische Entwicklungen ändern, zeigte die letzte Dekade: Noch vor etwa zehn Jahren wurde davon ausgegangen, dass die Bevölkerung in Deutschland stark zurückgehen wird.

Mit der Untersuchung "Die demographische Zukunft in Europa" kam das Berlin-Institut zu dem Schluss, dass die Bevölkerung in Europa bis 2050 abnehmen wird. Vor allem für die neuen Bundesländer in Deutschland wurden drastische Rückgänge, wie in Osteuropa erwartet. Die Bevölkerung werde generell stagnieren. Es werde nur noch wenige Inseln des Wachstums geben.

Oberschwaben gehörte damals zu den wenigen Regionen in Deutschland, in denen die Bevölkerung noch wuchs. Mehrere Bevölkerungsvorausrechnungen gingen bis zum Jahr 2025 von einem weiteren Wachstum aus. Erst dann sollte es zu einer Stagnation der Bevölkerung kommen.

Aus Sicht des Jahres 2023 ist festzustellen, dass die Prognosen überholt sind. Die Bevölkerung wächst weiterhin und durch den Zuzug aus der ganzen Welt erreichte die Bundesrepublik einen neuen Bevölkerungshöchststand von ca. 84,3 Millionen Einwohnern.

Die Stadtentwicklungsberichte des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung kommen bereits seit dem Jahr 2012 immer wieder zu dem Schluss, dass die Orte entlang der Bundesstraße 30 wachsen. Vor allem für die neuen Bundesländer werden hingegen Rückgänge erwartet. Soweit hat sich bis heute nichts geändert.

Neu sind Entwicklungen im Rahmen des fortschreitenden Klimawandels. Demnach deutet sich an, dass Teile im Osten Deutschlands zunehmend von einem Wassermangel betroffen sein werden. Dagegen bestehen im Süden Deutschlands Reserven. In der Folge ist mit einem weiteren Bevölkerungszuzug im Süden zu rechnen.

Die Bevölkerung in Oberschwaben wird demnach nicht ab, sondern eher zunehmen. Mit einem weiteren Bevölkerungswachstum wird auch das Verkehrsaufkommen im Personen- und Güterverkehr entsprechend ansteigen.

Daneben ist seit längerem bekannt, dass eine Änderung des Bevölkerungsstands einer Region nicht unbedingt eine Auswirkung auf die Verkehrsentwicklung haben muss. Die Verkehrsentwicklung kann unabhängig von der Bevölkerungsentwicklung sein. Auch angrenzende Regionen und Länder haben eine Auswirkung. Ebenfalls tragen wirtschaftliche Veränderungen, sowie Veränderungen in der Einkommensverteilung und dem Trend des verstärkten Wohnens innerhalb und außerhalb der Städte zu einem veränderten Mobilitätsverhalten bei. Die Entwicklung ist dabei bemerkenswert: Noch vor zehn Jahren gab es einen Trend zum Wohnen in der Stadt und manche ländliche Regionen entvölkerten sich. Dies war zuletzt weniger ein Problem in Deutschland. Etwa in Frankreich gibt es seit Jahrzehnten große Veränderungen. Mittlerweile drehte sich der Trend um und immer mehr Stadtbewohner ziehen in Deutschland auf das Land.

 

Weitere Informationen
Berlin Institut: Die demographische Zukunft in Europa
Bevölkerungsvorausrechnung

 


< Zurück Weiter >


 

Letzte Aktualisierung: 23. Mai 2023
Seite erstellt am: 25. Nov. 2009



Aktiv werden

Wir leben in einer Zeit, in der einige Menschen das Gefühl haben, dass die Regierung sie nicht mehr berücksichtigt. Manche Politiker lehnen nur noch den Individualverkehr ab und setzen ausschließlich auf öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder, während andere unkontrolliert den Autobahnverkehr fördern. Diejenigen, die dazwischen liegen, bleiben oft auf der Strecke.

Es ist an der Zeit, dass Politiker, Entscheidungsträger und große Städte den ländlichen Raum nicht mehr vernachlässigen und respektvoller mit dessen Bewohnern umgehen.

Zukunft fördern

Die "Initiative B30" kämpft für nachhaltige Verbesserungen entlang der Bundesstraße 30 von Baindt bis Biberach/Riß in Oberschwaben. Unser Ziel ist es, eine sichere, zukunftsorientierte Infrastruktur zu schaffen, die Mobilität und Lebensqualität fördert, Städte und Wirtschaftsstandorte verbindet und die Region stärkt.

 Unterstützen

Veranstaltung besuchen

Mitglied werden

Spenden

Aktiv für die Menschen, Wirtschaft und Umwelt

Veränderungen im Straßenwesen sind herausfordernd und stoßen auf Vorbehalte und Widerstand. Jede einzelne Änderung erfordert harte Arbeit und Durchsetzungsvermögen. Eine Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ist unerlässlich, denn in schwierigen Zeiten zeigt sich, wer wirklich loyal ist.

28

Jahre Efahrung im Verkehrswesen und der Verkehrswegeplanung in Deutschland

14

Jahre aktive Bürgerinnen und Bürger

11700

Briefe und E-Mail geschrieben

1092

Unterstützer. Jetzt auch unterstützen.

Erfolge