Ortsumgehung Ravensburg


B 30 Süd
Geplante Ortsumgehung Ravensburg
Letzter Bauabschnitt VI (B 30 Süd)

Seit rund 80 Jahren warten die Bürgerinnen und Bürger von Ravensburg auf eine Ortsumgehung. Inzwischen konnten fünf der sechs beplanten Bauabschnitte verwirklicht werden. Die Weststadt wurde entlastet, ebenso die Nordstadt, Weingarten, Baienfurt und Baindt. Bisher wurden rund 170 Millionen Euro ausgegeben. Es fehlt noch der letzte Abschnitt - die sogenannte "B 30-Süd". Seit Mitte 2013 ist dieser Abschnitt zwischen Ravensburg-Süd und Eschach in Bau. Er soll die Ravensburger Südstadt mit Weißenau, Weingartshof und Torkenweiler sowie Untereschach entlasten und bis 2018 für den Verkehr freigegeben werden.
 
Der heut noch bestehende Teilabschnitt der B 30 Ortsdurchfahrt Ravensburg ist mit 25.800 Fahrzeuge/24h auf einer Länge von rund 700 Metern hoch belastet. An der Notwendigkeit der Vollendung der Ortsumgehung besteht nach vorliegenden Gutachten kein Zweifel. Ravensburg ist zurzeit im Zuge der B 30 die noch größte Ortsdurchfahrt zwischen Ulm und Meckenbeuren. Mit den zahlreichen Ampeln, der Tatsache, dass im Verlauf der Ortsdurchfahrt zwei mal im rechten Winkel abgebogen werden muss und noch ein drittes Mal, um auf die Neubaustrecke zu gelangen ist sie das größte Nadelöhr.
 
Das Nadelöhr wird bald beseitigt sein. Viele Ravensburger sind sich sicher, dass damit die Probleme im Zuge der B 30 gelöst sind.

Doch mit dem Wegfall des Nadelöhrs im Süden von Ravensburg wird die B 30 attraktiver und noch stärker belastet. Die Verkehrsstudie Ost des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben weist Verkehrsverlagerungen von der A 96 zur B 30 nach. Es ist deshalb zu erwarten, dass noch mehr Verkehr vermehrt über die B 467 durch die Orte Liebenau und Langentrog an Untereschach vorbei zur neuen B 30 gelangt und nach dem bestehenden Ausbauende nördlich bei Baindt im weiteren Verlauf auf die Orte Enzisreute, Gaisbeuren, Mattenhaus, Schellenberg, Englerts, Hebershaus und Oberessendorf trifft. Dann ist Gaisbeuren, mit derzeit rund 1.900 Einwohnern, das größte Nadelöhr zwischen Ulm und dem Bodensee. Die Verkehrsbelastung in Enzisreute und Gaisbeuren beträgt bereits heute nach aktuellem Stand von 2010 rund 21.300 Fahrzeuge pro Tag. Hinzu kommt die Belastung durch den Schwerverkehr. Nach wie vor läuft ein großer Teil des Schwerverkehrs aus dem Bodenseeraum einschließlich Ravensburg und Weingarten über die B 30. Lange Rückstaus bei Gaisbeuren gehören bereits heute zum Alltag. 2014 wurden rund 330 Staustunden gezählt.

 

Weitere Informationen
Ortsumgehung Ravensburg, Bauabschnitt VI (B 30-Süd)

 


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