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B 30 Insider - Ausgabe 2/2026
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B30 Insider EHRLICH • KOMPAKT Nr. 51 Zeitung der „Initiative B 30“ Sonderausgabe Februar 2026 In dieser Ausgabe Im Fokus: Landtagswahl 2026. Positionen der Kandidaten ab Seite 2 ________________________________________ Wahl-Navigator hilft bei Kandidatenvergleich (Region) - Die „Initiative B30“ hat zur Landtagswahl am 8. März 2026 die verkehrspolitischen Positionen der Kandidatinnen und Kandidaten in den Wahlkreisen Biberach und Wangen erhoben und in einem Wahl-Navigator aufbereitet. Das Online-Tool, angelehnt an den Wahl-O-Mat, ermöglicht einen transparenten Vergleich der Antworten zu Verkehr und Infrastruktur. Nutzerinnen und Nutzer können ihre eigenen Positionen mit denen der Kandidierenden abgleichen und Übereinstimmungen erkennen. Der Wahl-Navigator ist frei zugänglich unter: www.b30neu.de/landtagswahl2026 (ff) Stauauswertung verzögert sich (Region) - Die „Initiative B30“ widmet sich jährlich der detaillierten Analyse der Verkehrsmeldungen der Bundesstraße 30, um eine umfassende Stauauswertung zu erstellen. Vom letzten Jahr liegen rund 48.300 Verkehrsmeldungen vor. Aufgrund der Landtagswahl im März 2026 verzögert sich die diesjährige Auswertung. Die Initiative bittet um Verständnis für diese Verzögerung und bedankt sich für das anhaltende Interesse an ihren Analysen, die einen wichtigen Beitrag zur Diskussion über die Verkehrssituation entlang der B 30 leisten. (ff) Projektwebsite und Bürgerbeteiligung gestartet (Bad Waldsee) - Im Rahmen der Planung der B 30-Ortsumfahrungen für Enzisreute und Gaisbeuren wurde am 16. Januar 2026 die offizielle Projektwebsite gestartet. Sie ist unter www.b30-enzisreute-gaisbeuren.de erreichbar. Die neue Online-Plattform bündelt alle relevanten Informationen rund um das Projekt und eröffnet eine frühzeitige Möglichkeit zur Beteiligung interessierter Bürgerinnen und Bürger. Die Projektwebsite dient als zentrale Informations- und Dialogplattform. Übersichtlich aufbereitet finden Interessierte dort Hintergründe zum Projekt, Informationen zum aktuellen Planungsstand, zu Umwelt- und Schutzaspekten sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen. Die Inhalte werden kontinuierlich aktualisiert, um den Planungsprozess transparent und nachvollziehbar darzustellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Bürgerbeteiligung. Bis Ende Mai 2026 haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich erstmals in den Planungsprozess einzubringen. Über ein Dialogfeld auf der Website können Hinweise, Anregungen und eigene Perspektiven eingebracht werden. Ziel ist es, frühzeitig Ideen aus der Bevölkerung aufzunehmen und daraus einen Beteiligungsfahrplan zu erstellen. Auf Grundlage dieses Beteiligungsfahrplans beginnt der fachliche Austausch mit der Öffentlichkeit. 2025 übernahm ein Generalplaner die Planungen an den beiden Ortsumfahrungen. Er besteht aus vier großen Ingenieurbüros und wird von neun Büros und Agenturen unterstützt. Die Öffentlichkeitsarbeit übernimmt die PR-Agentur Sympra aus Stuttgart. Bürgerinnen und Bürger können Fragen und Anregungen auf der Projektwebsite oder per E-Mail stellen, an: info@b30-enzisreute-gaisbeuren.de. Ein telefonischer Kontakt ist unter (07 11) 9 47 67 0 möglich. (ff) Q Landtagswahl 2026 Landtagswahl 2026 Die Wahl zum 18. Landtag von Baden-Württemberg ist für Sonntag, 8. März 2026, angesetzt. Wie positionieren sich Parteien und ihre Kandidatinnen und Kandidaten im Wahlkreis Biberach und Wangen zum Themenkomplex Verkehr? Wir haben sie gebeten sich zu positionieren und Stellung zu nehmen. Die Stellungnahmen sind auf den folgenden Seiten abgedruckt. Die Auswahl und die Reihenfolge der befragten Kandidatinnen und Kandidaten erfolgte nach den im 17. Landtag und 21. Bundestag vertretenen Parteien sowie nach der Sitzverteilung im Landtag. WAHLKREIS 66: BIBERACH WAHLKREIS 68: WANGEN Berat Gürbüz Thomas Dörflinger Simon Özkeles Oliver Lukner Paula Gulde Jasmin Weber Petra Krebs Raimund Haser Rosa Hübner Daniel Derscheid Carmen Haug Sophie Heiß Die Grünen CDU SPD FDP AfD Die Linke Die Grünen CDU SPD FDP AfD Die Linke 1. Verkehrsprojekte im Wahlkreis unterstütze ich neutral lehne ich ab • keine Position B30-Ausbauplanung Biberach – Hochdorf beginnen B30-Ausbau Hochdorf – Bad Waldsee wiederaufnehmen B30-Ortsumfahrungen Enzisreute und Gaisbeuren weiter planen B30-Anschlüsse Bad Waldsee (L300 und L316) umsetzen B30 Anmeldung Biberach – Enzisreute für den nächsten Bundesverkehrswegeplan (BVWP) B30 Brückenneubauten mit kurzen Umleitungszeiten B30 in E- und H2-Ladenetz für Pkw und Lkw integrieren B30 Lkw-Stellplätze mit sanitären Anlagen schaffen 2. Straße & Straßenverkehr Erhalt und Sanierung haben Vorrang vor Neubau und Ausbau Neubau und Ausbau von Straßen begrenzen Rückbau von Straßen prüfen Moratorium für Planung und Ausbau von Straßen Kfz- und Lkw-Verkehr reduzieren Pkw-Maut einführen Lkw-Maut auf Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen einführen BVWP-Vorhaben Straße umsetzen 3. Schiene & ÖPNV ÖPNV stärken, ausbauen und attraktiver gestalten Schienennetz ausbauen, modernisieren und elektrifizieren Schienenverkehr gegenüber dem Straßenverkehr bevorzugen BVWP-Vorhaben Schiene umsetzen Landtagswahl 2026 Landtagswahl 2026 WAHLKREIS 66: BIBERACH WAHLKREIS 68: WANGEN Berat Gürbüz Thomas Dörflinger Simon Özkeles Oliver Lukner Paula Gulde Jasmin Weber Petra Krebs Raimund Haser Rosa Hübner Daniel Derscheid Carmen Haug Sophie Heiß Die Grünen CDU SPD FDP AfD Die Linke Die Grünen CDU SPD FDP AfD Die Linke 4. Rad- & Fußverkehr Rad- und Fußverkehr fördern Sichere Netze und Radschnellwege schaffen 5. Güterverkehr & Logistik Güterverkehr auf die Schiene und Wasserstraße verlagern Lkw-Stellplätze und Rastplätze schaffen Lang-Lkw auf mehr Straßen zulassen Lkw-Maut für Straßen verwenden Güterverkehrszentrum in Oberschwaben planen und bauen 6. Wasserstraßen & Luftfahrt Neue Wasserstraßen in Oberschwaben planen und bauen Flugverkehr reduzieren oder einstellen 7. Umwelt, Klima & Gesundheit Verkehrslärm und Luftschadstoffe reduzieren Umwelt- und Klimaschutz als Leitprinzip einer klimaneutralen Verkehrspolitik festlegen Emissionsarme und alternative Antriebe fördern 8. Digitalisierung & Innovation Automatisierte und vernetzte Verkehrssysteme fördern Innovative Mobilitätsangebote schaffen Seilbahnen in Städten bauen 9. Ortsentwicklung Ortskerne entlasten und aufwerten Alternativen zu Ortsumfahrungen prüfen 10. Planungen & Verkehrssicherheit Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen Verkehrssicherheit verbessern Landtagswahl 2026 Position der Kandidaten im Wahlkreis Biberach Die Auswahl der befragten Kandidatinnen und Kandidaten orientierte sich an den Parteien, die im 17. Landtag und im 21. Bundestag vertreten sind. Die Kandidatinnen und Kandidaten wurden um ihre Position gebeten (Seite 2-5). Darüber hinaus hatten sie die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte frei zu formulieren sowie weitere Themenfelder und die verkehrspolitischen Ziele ihrer Partei darzustellen. Die Antworten werden nachfolgend ungekürzt wiedergegeben. ________________________________________ BERAT GÜRBÜZ DIE GRÜNEN Für unseren ländlichen Raum ist Mobilität die Grundlage dafür, dass Alltag, Arbeit und Wirtschaft funktionieren. Viele Menschen sind auf ein zuverlässiges Straßennetz angewiesen und das wird auch in Zukunft so bleiben. Wer hier lebt, weiß: Ohne funktionierende Straßen und einen zuverlässigen ÖPNV geht es nicht. Deshalb setze ich mich für eine Verkehrspolitik ein, die zuerst dafür sorgt, dass das bestehende Netz in gutem Zustand ist. Sanierungsstau, marode Brücken und Engstellen kosten Zeit, Geld und Nerven für Pendlerinnen und Pendler ebenso wie für Unternehmen. Mein Grundsatz ist klar: Bestehende Infrastruktur muss zuverlässig, sicher und leistungsfähig sein. Gleichzeitig gilt: Neue Projekte müssen dort umgesetzt werden, wo sie tatsächlich eine spürbare Entlastung bringen, etwa für Ortskerne, die heute stark vom Durchgangsverkehr betroffen sind. Gerade bei wichtigen Achsen wie der B 30 sollten Entscheidungen nicht auf Basis von Verkehrszahlen, Wirtschaftlichkeit und regionalem Nutzen getroffen werden. Außerdem ist immer auch das Wohlbefinden der Menschen vor Ort zu berücksichtigen. Wir müssen die Menschen bei Entscheidungen mitnehmen und sie am Prozess auch beteiligen, sofern es möglich ist. Wo ein Ausbau sinnvoll ist, sollte er möglichst entlang bestehender Strecken erfolgen, um zusätzliche Eingriffe in Landschaft und Landwirtschaft gering zu halten. Für mich ist moderne Verkehrspolitik kein Entweder-oder. Ein gutes Straßennetz, ein verlässlicher öffentlicher Nahverkehr und sichere Radwege gehören zusammen. Ziel muss sein, dass Menschen im Alltag echte Wahlmöglichkeiten haben, ohne jemanden zu bevormunden. Mir geht es um eine verlässliche Verkehrspolitik: Planung beschleunigen, vorhandene Infrastruktur modernisieren, Engpässe gezielt beseitigen und gleichzeitig verantwortungsvoll mit Fläche und Natur umgehen. So sichern wir Mobilität, wirtschaftliche Entwicklung und Lebensqualität gleichermaßen. THOMAS DÖRFLINGER CDU Im Landkreis Biberach ist mir wichtig, dass alle Maßnahmen aus dem Bundesverkehrswegeplan und dem Maßnahmenplan des Landes auch wie anvisiert umgesetzt werden. Bei Brückensanierungen und Brückenersatzbauten darf nicht allein auf die reinen Baukosten geschaut werden. Ein ganz wesentlicher Abwägungsgrund müssen die gesamtwirtschaftlichen Folgen sein: lange Umleitungen, Zeitverluste und Belastungen für Betriebe, Pendlerinnen und Pendler sowie den Wirtschaftsverkehr. Eine auf den ersten Blick teurere Brückenvariante kann am Ende die deutlich bessere Lösung sein, wenn sie Bauzeiten verkürzt und Umleitungsverkehre minimiert. Diese gesamtwirtschaftliche Betrachtung muss künftig ein zentrales Kriterium der Entscheidungsfindung sein. Ein Beispiel hierfür sind die B 30-Brücken bei Hochdorf. … Wahlkreis Biberach …Allgemein gilt: Ich verstehe Infrastruktur wieder als echte Zukunftsinvestition. Straßen, Schienen, Radwege, Wasserstraßen und Flughäfen sollen sicher, leistungsfähig und zuverlässig sein. Dafür beschleunigen wir Planung und Genehmigung, investieren konsequent in Erhalt und Ausbau und sorgen mit digitalen Baustellen, kluger Verkehrslenkung und 24-Stunden-Baustellen für mehr Tempo und weniger Stau. Wir, die CDU, stärken den Wirtschafts- und Güterverkehr durch moderne Logistik, ohne neue Belastungen wie eine Lkw-Maut auf Landes- und Kommunalstraßen. Gleichzeitig machen wir unsere Brücken, Verkehrsadern und Knotenpunkte fit für die Zukunft. Bei der Mobilität der Zukunft setzen wir auf Technologieoffenheit statt Ideologie: E-Mobilität, Wasserstoff, synthetische Kraftstoffe und moderne Verbrenner gehören für uns zusammen. Lade- und Tankinfrastruktur bauen wir aus und schaffen verlässliche Rahmenbedingungen für Innovation und Investitionen. Der öffentliche Verkehr muss überzeugen, nicht bevormunden. Wir bauen den ÖPNV konsequent aus, verbessern Pünktlichkeit, Sauberkeit und Sicherheit, unterstützen Busunternehmen bei der Umstellung ihrer Flotten und sorgen für mehr Sicherheitspersonal und Videoschutz im Bahnverkehr. Gerade im ländlichen Raum setzen wir zusätzlich auf flexible Angebote wie Rufbusse und On-Demand-Verkehre. SIMON ÖZKELES SPD >Eine starke Verkehrsinfrastruktur als Rückgrat von Wirtschaft & Alltag in Oberschwaben< Oberschwaben braucht eine starke Verkehrsinfrastruktur, weil die Region wirtschaftlich leistungsfähig, räumlich weitläufig und stark ländlich geprägt ist. Viele Menschen pendeln täglich zur Arbeit, zur Ausbildung oder zu medizinischen Einrichtungen, während Unternehmen auf verlässliche Straßen-, Schienen- und ÖPNV-Verbindungen angewiesen sind, um Fachkräfte zu gewinnen und Waren effizient zu transportieren. Gleichzeitig ist Oberschwaben ein bedeutender Tourismus- und Wirtschaftsstandort, der nur mit guter Erreichbarkeit seine Attraktivität erhalten kann. Eine leistungsfähige, moderne und klimafreundliche Verkehrsinfrastruktur ist daher entscheidend für gleichwertige Lebensverhältnisse, soziale Teilhabe, wirtschaftliche Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit der gesamten Region. >B 30: Hauptschlagader mit Handlungsbedarf< Die B 30 ist für unsere Region die Hauptschlagader für unseren Verkehr. Leider ereignen sich auf dieser Strecke viel zu viele, teils tödliche, Unfälle aufgrund des mittlerweile schlechten Ausbaus der B 30. Man kennt es: Von der Zweispurigkeit geht’s in die Dreispurigkeit und nach kurzer Strecke wieder zurück zur Zweispurigkeit – mit dabei: riskante Überholmanöver von Trittbrettfahrern. Dazwischen teils marode Brücken wie auf der Höhe zur Gemeinde Hochdorf, die in den nächsten Jahren ersetzt werden muss. Dieser Status-Quo wird unserer wirtschaftlichen und mittlerweile touristischen Stärke nicht gerecht! Daher setze ich mich ein, dass die B 30 als unsere Hauptschlagader von Nord nach Süd lückenlos Vierspurig ausgebaut wird. Die getroffene Entscheidung zum Neubau der Brücke bei Hochdorf ist schlecht gefällt worden, denn damit haben wir einen viel zu langen Ausweichverkehr über die Gemeinden. Ein Parallelbau mit späterem Einschub kostet mehr, aber ist an dieser Stelle einfach sinnvoller. Solche Entscheidungen dürfen nicht nur nach Kassenlage entschieden werden, sondern müssen auch soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen. >Gute Mobilität auf dem Land: Gute Alternativen zum Auto, statt Verbote< Die Klima- und Umweltveränderungen zeigen uns: So wie wir bisher Gewirtschaftet und uns hinsichtlich der Mobilität von A nach B bewegt haben – so können wir nicht weitermachen. Daher ist wichtig, das Thema Verkehrspolitik mit Umwelt- und Klimapolitik zu verbinden. Auf dem Land sind wir weiterhin auf das Auto angewiesen, das ist klar. Daher brauchen wir ein bestens ausgebautes Straßennetz, ohne Schlaglöcher und gut erreichbar. Damit es überhaupt eine gibt, müssen wir mehr Angebote schaffen, die eine gute und verlässliche Alternative zur Autofahrt bietet. Während andere das Auto und Straßenbau/erhalt per se ablehnen und andere den ÖPNV auf dem Land als überflüssig abstempeln, trete ich für eine gleichwertige Verkehrspolitik ein. Auto, Straßen, ÖPNV, Schiene, Wasser, Rad – alles hat seine Daseinsberechtigung, gehört gleichermaßen gefördert und dort umgesetzt, wo es Sinn macht. Verkehrspolitik ohne Ideologie – ganz einfach. … Landtagswahl 2026 …>Regio-Schnellbus und Südbahn: Mobilität mit Zukunft< Bei Bus und Bahn haben wir noch Nachholbedarf. Ein Erfolgsmodell ist der Regio-Schnellbus von Riedlingen – Memmingen. Dieser fährt täglich, auch am Wochenende und an Feiertagen, mindestens im Stundentakt. Die Folge: Die Fahrgastzahlen steigen von Jahr zu Jahr, er wird richtig gut angenommen. Gerade für den ländlichen Raum sind solche Verbindungen wichtig und müssen ausgebaut werden. Dafür braucht der Landkreis finanzielle Unterstützung durch das Land. Ergänzend dazu ist die Reaktivierung der kleinen Bahnhöfe auf der Südbahn wichtig, um den Schienenverkehr anzukurbeln. Die künftigen Haltestellen in Biberach-Nord, Ummendorf, Hochdorf und Unteressendorf müssen realisiert werden. Das sorgt für mehr Mobilität auf der Schiene, stärkt die Gemeinden in ihrer Lebensqualität. Bezahlbare und verlässliche Alternativen zum Auto in Verbindung mit dem Deutschlandticket sind preislich unschlagbar, wenn sie regelmäßig genutzt werden. Die jetzigen Monatskosten von 63,00 € für das Deutschlandticket sind günstiger als eine einzelne Tankfüllung für das Auto. Sprich: Der Schwabe spart auch noch Geld. >Das SPD-Wahlprogramm „kurz & knapp“ zum Thema Verkehrspolitik< Die SPD Baden-Württemberg versteht Verkehrspolitik als Teil einer sozialen, klimafreundlichen und wirtschaftlich starken Zukunft. Mobilität soll für alle Menschen verlässlich, bezahlbar und umweltverträglich sein – in Städten ebenso wie im ländlichen Raum. 1. Öffentlicher Verkehr als Rückgrat der Mobilität Die SPD setzt klar auf den Ausbau und die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV): • Busse und Bahnen sollen pünktlicher, dichter getaktet und besser miteinander vernetzt werden. • Der Schienenverkehr (Regional- und S-Bahn, Reaktivierung von Strecken) hat dabei eine zentrale Rolle. • Ziel ist, dass der ÖPNV eine echte Alternative zum Auto wird – nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern auch aus Gründen der Lebensqualität. > Öffentlicher Verkehr soll verlässlich funktionieren, damit Menschen ihr Mobilitätsverhalten realistisch ändern können. 2. Bezahlbare Mobilität für alle Mobilität darf nach Auffassung der SPD keine Frage des Geldbeutels sein: • Der ÖPNV soll deutlich günstiger und einfacher nutzbar werden. • Landesweit verständliche und sozial gerechte Ticketmodelle stehen im Mittelpunkt (z. B. stark vergünstigte Flatrate-Modelle). • Besonders Kinder, Jugendliche, Auszubildende, Studierende, Familien und Menschen mit geringem Einkommen sollen profitieren. > Mobilität wird als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge verstanden. 3. Mobilität im ländlichen Raum sichern Die SPD betont, dass Verkehrspolitik nicht nur Großstädte im Blick haben darf: • Auch in ländlichen Regionen soll es eine verlässliche Mobilitätsgarantie geben. • Dazu gehören bessere Busanbindungen, flexible Angebote (z. B. Rufbusse) und die bessere Anbindung an Bahnlinien. • Ziel ist, dass Menschen auch ohne eigenes Auto mobil bleiben können, etwa für Arbeit, Ausbildung, Arztbesuche oder Einkäufe. > Gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land sind ein zentrales Ziel. 4. Verkehrswende und Klimaschutz Der Verkehrssektor soll einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten: • Die SPD will den CO2-Ausstoß im Verkehr reduzieren, vor allem durch die Verlagerung von Verkehr auf Bus und Bahn. • Emissionsarme und emissionsfreie Mobilität soll gezielt gefördert werden. • Verkehrspolitik wird ausdrücklich mit den Klimazielen des Landes verknüpft. > Klimaschutz soll im Alltag spürbar, aber sozial ausgewogen umgesetzt werden. 5. Elektromobilität und neue Antriebstechnologien Die SPD setzt auf technologische Offenheit, mit klarer Orientierung auf Klimaschutz: • Elektromobilität soll weiter ausgebaut werden, insbesondere durch eine bessere Ladeinfrastruktur. • Neue Antriebstechnologien werden als Chance für Umwelt und Wirtschaft gesehen. • Der Umstieg auf klimafreundliche Fahrzeuge soll praktisch möglich und sozial abgefedert sein. > Innovation soll den Wandel erleichtern, nicht erschweren. 6. Verkehr, Industrie und Arbeitsplätze zusammendenken Baden-Württemberg ist ein Autoland – das berücksichtigt die SPD ausdrücklich: • Die Transformation der Mobilität soll Arbeitsplätze sichern und neue schaffen. • Zulieferer und Industrie sollen beim Wandel zu nachhaltiger Mobilität unterstützt werden. … Wahlkreis Biberach … • Forschung, Digitalisierung und neue Mobilitätskonzepte spielen dabei eine wichtige Rolle. > Verkehrspolitik wird auch als Wirtschafts- und Strukturpolitik verstanden. 7. Gesamtausrichtung der SPD-Verkehrspolitik Zusammengefasst verfolgt die SPD Baden-Württemberg im Verkehrsbereich: • eine soziale Verkehrswende • einen starken, bezahlbaren ÖPNV • verlässliche Mobilität in Stadt und Land • Klimaschutz ohne soziale Spaltung • und eine zukunftsfähige Mobilitätsindustrie. > Mehr Informationen unter: www.spd-bw.de OLIVER LUKNER FDP Verkehrsprojekte und verkehrspolitische Schwerpunkte im Wahlkreis Biberach / Oberschwaben Oberschwaben ist Wirtschaftsregion, Pendlerregion und Lebensraum. Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist für Oberschwaben und den Wahlkreis Biberach von zentraler Bedeutung. Wer hier Politik macht, muss die Realität anerkennen: Ohne leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur funktioniert unser Alltag nicht. Als wirtschaftsstarke, ländlich geprägte Region mit vielen mittelständischen Betrieben, Pendlerinnen und Pendlern sowie hohem Güterverkehrsaufkommen sind wir auf funktionierende Straßen-, Schienen- und Logistikverbindungen angewiesen. Mobilität ist Standortfaktor und Voraussetzung für Wohlstand und gleichwertige Lebensverhältnisse im ländlichen Raum. Die B 30 ist das Rückgrat der regionalen Mobilität Die B 30 ist die zentrale Nord-Süd-Achse Oberschwabens – und zugleich ein Sinnbild dafür, was schiefläuft, wenn der Ausbau und die Sanierung notwendiger Infrastruktur zu lange aufgeschoben werden. Dies wird ebenso deutlich am Beispiel der Brückensanierung bei Hochdorf: Über Jahre hinweg soll der Verkehr durch Ortschaften geleitet werden, mit massiven Belastungen für Anwohner, Pendler und Wirtschaft. Dass im Land der Tüftler, Ingenieure und Planer keine bessere Lösung gefunden wird als jahrelange Umleitungen durch Wohngebiete, ist wahrlich schwerlich zu verstehen. Gleichzeitig zeigt sich: Verkehrspolitik, die auf Verknappung, Umleitungen oder steigende Mautgebühren setzt, trifft am Ende nicht „den Verkehr“, sondern die Menschen. Höhere Maut treibt die Transportkosten nach oben und führt zwangsläufig zu Preissteigerungen für Verbraucherinnen und Verbraucher. Gerade in einer Region mit starker Logistik, Landwirtschaft, Handwerk und Industrie ist das der falsche Weg. Genau deshalb braucht die B 30 endlich eine verlässliche, vorausschauende und leistungsfähige Lösung – nicht Stückwerk und Provisorien, sondern Planung mit Anspruch. Dazu gehören der bedarfsgerechte Ausbau der Strecke, die konsequente Entlastung der Ortsdurchfahrten und eine klare Priorität für leistungsfähige Infrastruktur. Wer Verkehrssicherheit, Lebensqualität für Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Ortsdurchfahrten und wirtschaftliche Stärke ernst nimmt, kommt an der B 30 nicht vorbei. Alternativen zu Ortsumfahrungen kann und soll man prüfen – aber nicht mit dem Ziel, Projekte immer weiter aufzuschieben. Erhalten, sanieren, modernisieren – statt kaputtreden Bevor Infrastruktur verfällt, muss sie instand gehalten werden. Brücken, Fahrbahnen und Knotenpunkte dürfen nicht zum Sicherheitsrisiko werden. Sanierung hat Vorrang – aber sie ersetzt keinen notwendigen Ausbau. Beides gehört zusammen. Neben dem Ausbau hat der Erhalt bestehender Infrastruktur oberste Priorität. Marode Brücken, sanierungsbedürftige Fahrbahnen, lange Umleitungen und insbesondere Staus schaden Verkehrsteilnehmern, Wirtschaft und Umwelt. Moderne Infrastruktur statt Ideologie Verkehrspolitik darf nicht ideologisch geführt werden. Ich lehne eine Politik ab, die den Menschen vorschreibt, wie sie mobil zu sein haben. Pauschale Moratorien, Rückbauprogramme oder neue Mauten lösen keine Probleme – sie verlagern sie lediglich. Oberschwaben braucht Lösungen, die zur Realität eines Flächenlandes passen. Das Auto bleibt – gerade im ländlichen Raum – ein… Landtagswahl 2026 …unverzichtbarer Bestandteil individueller Mobilität. Gleichzeitig unterstütze ich: • den Ausbau von Ladeinfrastruktur (E und H2) entlang zentraler Verkehrsachsen, • emissionsärmere und technologieoffene Antriebskonzepte, • sowie die Entwicklung und Umsetzung innovativer Verkehrsprojekte. Alle Verkehrsträger stärken – ohne Gegeneinander Schiene, ÖPNV, Rad- und Fußverkehr müssen attraktiv sein – aber nicht auf Kosten der Straße. Ein leistungsfähiger ÖPNV und eine zuverlässige Schiene sind wichtige Ergänzungen, insbesondere für Pendler. Güterverkehr gehört dort auf die Schiene, wo es wirtschaftlich und logistisch sinnvoll ist. Gleichzeitig braucht der Wirtschaftsstandort Oberschwaben eine starke Straßenlogistik, inklusive ausreichender Lkw-Stell- und Rastplätze mit sanitärer Infrastruktur. Auch beim Ausbau von Radwegen und Schnellradwegen haben wir noch viel Potenzial. Hier gilt es jetzt schlicht: einfach mal machen. Gleichzeitig lehne ich eine Verkehrspolitik ab, die Menschen gegeneinander ausspielt – Autofahrer gegen Radfahrer oder umgekehrt. Diese künstlichen Gegensätze gehen an der Lebensrealität vorbei. Die meisten Menschen sind im Alltag mal Autofahrer, mal Radfahrer, mal Fußgänger und mal Fahrgäste im ÖPNV oder auf der Schiene. Gute Verkehrspolitik denkt Mobilität deshalb als Ganzes: verlässlich, sicher und praxistauglich für alle. Mein Ziel Mein verkehrspolitisches Ziel ist eine verlässliche, leistungsfähige und zukunftsoffene Mobilität, die Menschen verbindet, statt sie auszubremsen. Eine Mobilität, die auf neue Technologien setzt und Forschung sowie Entwicklung fördert, anstatt Innovationen durch Bürokratie zu behindern. Nicht blockieren, sondern ermöglichen. Nicht reden, sondern umsetzen. Die B 30 und die Verkehrsinfrastruktur in Oberschwaben müssen endlich die Priorität bekommen, die sie verdienen. Ausbau, Erhalt und Modernisierung der B 30 und der regionalen Infrastruktur sind dafür zentrale Bausteine – sachlich begründet, vernünftig und realistisch geplant sowie konsequent und kostenbewusst umgesetzt. PAULA GULDE AFD Nahm das optionale Angebot zur Erläuterung ihrer Position nicht in Anspruch. JASMIN WEBER DIE LINKE Nahm das optionale Angebot zur Erläuterung ihrer Position nicht in Anspruch. Wahlkreis Biberach Landtagswahl 2026 Position der Kandidaten im Wahlkreis Wangen Die Auswahl der befragten Kandidatinnen und Kandidaten orientierte sich an den Parteien, die im 17. Landtag und im 21. Bundestag vertreten sind. Die Kandidatinnen und Kandidaten wurden um ihre Position gebeten (Seite 2-5). Darüber hinaus hatten sie die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte frei zu formulieren sowie weitere Themenfelder und die verkehrspolitischen Ziele ihrer Partei darzustellen. Die Antworten werden nachfolgend ungekürzt wiedergegeben. ________________________________________ PETRA KREBS DIE GRÜNEN In Baden-Württemberg spielt das Straßennetz eine zentrale Rolle für den Personen- und Güterverkehr. Über die Hälfte der Wege im Personenverkehr und rund 80 Prozent des Güterverkehrs werden über die Straße abgewickelt. Besonders in ländlichen Regionen, in denen der öffentliche Verkehr weniger ausgebaut ist, ist das Auto unverzichtbar. Gleichzeitig ist Straßenbau jedoch mit erheblichen Belastungen für Mensch, Natur und Klima verbunden. Neubauten bedeuten Flächenverbrauch, Eingriffe in die Umwelt, zusätzlichen Verkehr sowie Lärm- und Schadstoffemissionen. Da Baden-Württemberg bereits über ein dichtes, historisch gewachsenes Straßennetz verfügt und die finanziellen Mittel begrenzt sind, liegt der Schwerpunkt auf der Erhaltung des Bestandsnetzes statt auf umfassendem Aus- und Neubau. Unter dem Motto „Sanieren statt planieren“ investiert das Land verstärkt in die Instandhaltung bestehender Straßen und Bauwerke, insbesondere der über 600 Brücken, die aktuell sanierungsbedürftig sind. Regelmäßige digitale Erfassung und Bewertung der Straßenzustände gewährleisten, dass Erhaltungsmaßnahmen effizient und zielgerichtet umgesetzt werden. Neubauprojekte werden nur dort realisiert, wo sie zwingend erforderlich sind, beispielsweise zur Entlastung von Ortskernen oder zum Lärmschutz, wobei bestehende Verkehrsachsen bevorzugt ausgebaut werden, um neue große Eingriffe in Landschaft und Natur zu vermeiden. Die Investitionen spiegeln diese Priorisierung wider: 2024 wurden mehr als 500 Kilometer Fahrbahnen und 132 Bauwerke saniert, wofür rund 433 Millionen Euro aufgewendet wurden. Die Mittel für den Erhalt des Landesstraßennetzes wurden kontinuierlich erhöht, im Doppelhaushalt 2025/2026 auf über 368 Millionen Euro. Zusätzlich sollen aus dem Sondervermögen des Bundes eine Milliarde Euro in die Verkehrsinfrastruktur fließen, davon 700 Millionen Euro in Straßen und 300 Millionen Euro in Schienenprojekte. Grüne Verkehrspolitik setzt auf Effizienz, Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Brücken werden direkt neu gebaut statt aufwendig ersetzt, Sammelausschreibungen und digitale Technologien wie BIM beschleunigen Bauprozesse und reduzieren Kosten. Gleichzeitig werden Lebensräume vernetzt, Straßenränder naturnah gestaltet und Photovoltaik auf Straßen und Tunnelanlagen installiert, um erneuerbare Energien zu fördern. Kritikerinnen und Kritiker behaupten oft, wir Grüne seien gegen Straßen und Autos. Das stimmt nicht: Ein leistungsfähiges Straßennetz bleibt insbesondere im ländlichen Raum und für die Wirtschaft unverzichtbar. Gleichzeitig setzt die grüne Politik auf die Förderung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Rad- und Fußverkehr sowie auf Digitalisierung und Elektrifizierung, um das Mobilitätsverhalten nachhaltig zu verändern. Straßenbau ist kein Widerspruch zur grünen Verkehrspolitik, solange der Fokus auf Erhalt, Nachhaltigkeit und gezieltem Neubau liegt. Ich werde mich mit meiner Arbeit auch weiterhin dafür einsetzen, dass wir mit einer umsichtigen, vorwärtsgerichteten Verkehrspolitik die Menschen, die Natur und das Klima entlasten. RAIMUND HASER CDU Nahm das optionale Angebot zur Erläuterung seiner Position nicht in Anspruch. Wahlkreis Wangen ROSA HÜBNER SPD Eine starke Verkehrsinfrastruktur als Rückgrat von Wirtschaft & Alltag in Oberschwaben Oberschwaben braucht eine starke Verkehrsinfrastruktur, weil die Region wirtschaftlich leistungsfähig, räumlich weitläufig und stark ländlich geprägt ist. Viele Menschen pendeln täglich zur Arbeit, zur Ausbildung, zum Einkauf oder zu medizinischen Einrichtungen und zu Vereinsveranstaltungen. Unternehmen sind auf verlässliche Straßen-, Schienen- und ÖPNV-Verbindungen angewiesen, um Fachkräfte zu gewinnen/zu halten und Waren effizient zu transportieren. Gleichzeitig ist Oberschwaben ein bedeutender Tourismus- und Wirtschaftsstandort, der nur mit guter Erreichbarkeit seine Attraktivität erhalten kann. Eine leistungsfähige, moderne und klimafreundliche Verkehrsinfrastruktur ist daher entscheidend für gleichwertige Lebensverhältnisse, soziale Teilhabe, wirtschaftliche Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit der gesamten Region. B30: Lebensader mit Handlungsbedarf Die Bundesstraße 30 verbindet den Großraum Ulm mit dem Bodensee. Sie führt auf mehr als 100 Kilometern Länge über Laupheim, Biberach a. d. Riß, Bad Waldsee, Weingarten und Ravensburg bis nach Friedrichshafen. Als Hauptachse für den Durchgangsverkehr im südöstlichen Baden-Württemberg ist die B 30 eine der am stärksten befahrenen Bundesstraßen Deutschlands. Von der Verkehrslast besonders stark betroffen sind die Bad Waldseer Ortsdurchfahrten Enzisreute und Gaisbeuren: Täglich fahren bis zu 21.900 Fahrzeuge, davon neun Prozent Schwerlastverkehr durch die beiden Ortsteile - mit drei Ampelanlagen. Es sind die letzten echten Ortsdurchfahrten an der B 30 zwischen den wirtschaftlich starken Zentren Ulm und Ravensburg. In den Ortsdurchfahrten Enzisreute und Gaisbeuren besteht eine hohe Trennwirkung mit langen Wartezeiten für Fußgänger, Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer. Staus führen zu Zeitverlusten und Ausweichverkehren. Im Ortsbereich kommt es immer wieder zu Auffahrunfällen - verbunden mit hohen Folgekosten. Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer brauchen mehr Sicherheit. Aktuell führt ein Unternehmen aus München die Vorplanung im Auftrag des zuständigen Regierungspräsidiums Tübingen durch. Bereits jetzt können Bürger ihre Positionen demokratisch einbringen: www.b30-enzisreute-gaisbeuren.de/projekt/ Die B30 ist für unsere Region die Hauptschlagader. Leider ereignen sich auf dieser Strecke nicht nur häufig lange Staus, sondern auch viel zu viele, teils tödliche, Unfälle aufgrund des schlechten und gestückelten Ausbaus der B30: Mal ist die B30 vierspurig, dann kurzfristig dreispurig oder dann wieder zweispurig - damit verbunden sind riskante Überholmanöver und große Umweltbelastungen. Dazwischen liegen teils marode Brücken wie auf der Höhe zur Gemeinde Hochdorf, die in den nächsten Jahren ersetzt werden müssen, ebenso wie das Urbach-Viadukt im Süden von Bad Waldsee. Die zu erwartenden, langen Ausweichverkehre führen durch die Gemeinden und belasten unerträglich die Gesundheit der dort lebenden Menschen durch lange Staus und Lärm. Dieser Status-Quo wird unserer wirtschaftlichen und touristischen Stärke nicht gerecht! Daher setzt sich die SPD dafür ein, dass die B30 - als unsere Lebensader - von Nord nach Süd lückenlos vierspurig ausgebaut wird. >Gute Mobilität auf dem Land: Gute Alternativen zum Auto, statt Verbote< Die Klima- und Umweltveränderungen zeigen uns: Die Mobilität von A nach B ist im Ländlichen Raum zu jeder Zeit enorm wichtig. Daher sind Verkehrspolitik mit Umwelt- und Klimapolitik zu verbinden. Auf dem Land sind wir weiterhin auf das Auto angewiesen, das ist klar. Menschen brauchen ein bestens ausgebautes Straßennetz - ohne Schlaglöcher. Wir müssen weitere Angebote schaffen, die eine gute und verlässliche Alternative zur Autonutzung bieten. So soll die geplante Ringbahn Kißlegg-Aulendorf elektrifiziert werden und eine Entlastung bringen. Zudem ist die Reaktivierung der kleineren Bahnhöfe wie z.B. auf der Südbahn anzustreben: Biberach-Nord, Ummendorf, Hochdorf und Unteressendorf. Das sorgt für mehr Mobilität auf der Schiene, stärkt die Gemeinden in ihrer Lebensqualität. Bezahlbare und verlässliche Alternativen zum Auto in Verbindung mit dem Deutschlandticket sind preislich unschlagbar, wenn sie regelmäßig genutzt werden. Die jetzigen Monatskosten von 63,00 € für das Deutschlandticket sind günstiger als eine einzelne Tankfüllung für das Auto. Sprich: Der Schwabe spart auch noch Geld. Die SPD tritt für eine gleichwertige Verkehrspolitik ein. Auto, Straßen, ÖPNV, Schiene, Wasser, Rad – alles hat seine Daseinsberechtigung, gehört gleichermaßen gefördert und dort umgesetzt, wo es Sinn macht. Verkehrspolitik ohne Ideologie – ganz einfach. … Landtagswahl 2026 …Das SPD-Wahlprogramm „kurz & knapp“ zum Thema Verkehrspolitik Die SPD Baden-Württemberg versteht Verkehrspolitik als Teil einer sozialen, klimafreundlichen und wirtschaftlich starken Zukunft. Mobilität soll für alle Menschen verlässlich, bezahlbar und umweltverträglich sein – in Städten ebenso wie im ländlichen Raum. 1. Öffentlicher Verkehr als Rückgrat der Mobilität - kreisübergreifend Die SPD setzt klar auf den Ausbau und die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV): • Busse und Bahnen sollen pünktlicher, dichter getaktet und besser miteinander vernetzt werden. • Der Schienenverkehr (Regional- und S-Bahn, Reaktivierung von stillgelegten Strecken) hat dabei eine zentrale Rolle. • Ziel ist, dass der ÖPNV eine echte Alternative zum Auto wird – nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern auch aus Gründen der Lebensqualität. Öffentlicher Verkehr soll verlässlich funktionieren, damit Menschen ihr Mobilitätsverhalten realistisch ändern können. 2. Bezahlbare Mobilität für alle Mobilität darf nach Auffassung der SPD keine Frage des Geldbeutels sein: • Der ÖPNV soll deutlich günstiger und einfacher nutzbar werden. • Landesweit verständliche und sozial gerechte Ticketmodelle stehen im Mittelpunkt (z. B. stark vergünstigte Flatrate-Modelle). • Besonders Kinder, Jugendliche, Auszubildende, Studierende, Familien und Menschen mit geringem Einkommen sollen profitieren. Mobilität wird als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge verstanden. 3. Mobilität im ländlichen Raum sichern Die SPD betont, dass Verkehrspolitik nicht nur Großstädte im Blick haben darf: • Auch in ländlichen Regionen soll es eine verlässliche Mobilitätsgarantie geben. • Dazu gehören bessere Busanbindungen, flexible Angebote (z. B. Rufbusse; Bürgerbusse) und die bessere Anbindung an Bahnlinien - auch am Wochenende und am Abend. • Ziel ist, dass Menschen auch ohne eigenes Auto mobil bleiben können, etwa für Arbeit, Ausbildung, Arztbesuche, Vereinsveranstaltungen oder Einkäufe und Freizeit. Gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land sind ein zentrales Ziel. 4. Verkehrswende und Klimaschutz Der Verkehrssektor soll einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten: • Die SPD will den CO₂-Ausstoß im Verkehr reduzieren, vor allem durch die Verlagerung von Verkehr auf Bus und Bahn. • Emissionsarme und emissionsfreie Mobilität soll gezielt gefördert werden. • Verkehrspolitik wird ausdrücklich mit den Klimazielen des Landes verknüpft. Klimaschutz soll im Alltag spürbar, aber sozial ausgewogen umgesetzt werden. 5. Elektromobilität und neue Antriebstechnologien Die SPD setzt auf technologische Offenheit, mit klarer Orientierung auf Klimaschutz: • Elektromobilität soll weiter ausgebaut werden, insbesondere durch eine bessere Ladeinfrastruktur und die private Eigenversorgung (PV-Anlagen). • Neue Antriebstechnologien bieten Chancen für Umwelt und Wirtschaft. • Der Umstieg auf klimafreundliche Fahrzeuge soll praktisch möglich und sozial abgefedert sein. Innovation soll den Wandel erleichtern, nicht erschweren. 6. Verkehr, Industrie und Arbeitsplätze zusammendenken Baden-Württemberg ist ein Autoland – das berücksichtigt die SPD ausdrücklich: • Die Transformation der Mobilität soll Arbeitsplätze sichern und neue schaffen. • Zulieferer und Industrie sollen beim Wandel zu nachhaltiger Mobilität unterstützt werden. • Forschung, Digitalisierung und neue Mobilitätskonzepte spielen dabei eine wichtige Rolle. Verkehrspolitik wird auch als Wirtschafts- und Strukturpolitik verstanden. 7. Gesamtausrichtung der SPD-Verkehrspolitik Zusammengefasst verfolgt die SPD Baden-Württemberg im Verkehrsbereich: • eine soziale Verkehrswende • einen starken, bezahlbaren ÖPNV • verlässliche Mobilität in Stadt und Land • Klimaschutz ohne soziale Spaltung • und eine zukunftsfähige Mobilitätsindustrie. Mehr Informationen unter: www.spd-bw.de/ … Wahlkreis Wangen DANIEL DERSCHEID FDP Zurück zu solider Basis – vorwärts für Mobilität ohne Grenzen Glasfaser an jeder Milchkanne ist kein Luxus, sondern die Lebensader des 21. Jahrhunderts. Wer hier lebt und arbeitet, braucht eine Infrastruktur, die funktioniert – auf der Straße, auf der Schiene und im Netz. Unsere Region muss attraktiv bleiben für Familien, Fachkräfte und Unternehmen. Dazu gehören leistungsfähige Straßen, moderne Bahnverbindungen und digitale Netze. Die Menschen haben genug von Ankündigungen. Es ist Zeit für konsequente Investitionen in eine Infrastruktur, die den Alltag erleichtert und die Wirtschaft stärkt. Eine funktionierende Bahninfrastruktur ist unverzichtbar für Mobilität und Klimaschutz. Wir brauchen die vollständige Elektrifizierung der Württembergischen Allgäubahn, zweigleisige Abschnitte an Engstellen und eine Modernisierung überholter Stellwerke. Auch die Chancen der Digitalisierung müssen genutzt werden – von autonomem Fahren bis zu intelligenten Verkehrssystemen. Straßen bleiben gerade im ländlichen Raum unverzichtbar. Deshalb setze ich mich für den Ausbau der B 30 mit Ortsumfahrungen, den Bau des Molldietetunnels und die Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der B 32 ein. Ergänzend müssen wir den Radverkehr sicher und alltagstauglich machen, den Regiobusverkehr modernisieren und den Bodensee-Airport als internationale Anbindung erhalten. Weniger Ideologie, mehr Umsetzung – für eine Region, die nicht abgehängt wird, sondern vorne bleibt. CARMEN HAUG AFD Wir und unser Kreisverband befürworten außerordentlich, dass sich die Initiative B30 nachdrücklich für Verbesserung an der B 30 einsetzt und freuen uns, an dieser Stelle unsere Positionen darlegen zu dürfen. Im Bereich der Wahlkreise, für welche wir Kandidaten der AfD sind, hat sich durch fortlaufende Einsparungen bei Infrastrukturmaßnahmen im Straßenverkehr ein erheblicher Investitions- und Reparaturstau ergeben. Sehr viele Straßen und Brücken müssen dringend saniert werden. Straßenausbau und Neubau werden immer weiter in die Zukunft geschoben. Auch die anderen Verkehrsträger, soweit sie denn hier in Oberschwaben überhaupt in nennenswertem Umfang existieren, sind oft nicht auf dem neuesten Stand. So erfreulich z.B. die Fertigstellung der Elektrifizierung der Südbahn auch ist, so sollte nicht vergessen werden, dass bereits mit dem zweigleisigen Ausbau der Strecke in den Jahren 1905 bis 1913 die Elektrifizierung im Raum stand. Wir reden also davon seit ungefähr 100 Jahren. Wir hoffen besonders, auf den noch zur Elektrifizierung anstehenden Abschnitt Aulendorf - Kißlegg nicht noch einmal 100 Jahre warten zu müssen. In unserem Flächenwahlkreis haben wir besondere Herausforderungen, welche nicht nur mit den doch oft städtisch geprägten Ansätzen der Planer zu bewältigen sind. Wir benötigen nicht nur den Ausbau besonders der Verkehrsträger Straße mit PKW, LKW, Busverkehr sowie der Schiene. Wir benötigen ganz besonders die intelligente Vernetzung dieser verschiedenen Verkehrsträger. Als kurzes Beispiel mag folgende Frage dienen. Was nützt einer Person welche außerhalb der „Normalzeiten“ zu pendeln gezwungen ist eine Fahrzeitverkürzung auf der Südbahn, wenn dann ab dem Zielbahnhof keine Weiterfahrtmöglichkeit mit einem anderen Verkehrsmittel mehr besteht, obwohl im Bereich des Taktverkehrs Verbesserungen erreicht werden konnten. Die Antwort kann nur in einem ineinandergreifen von Verkehrsträgern liegen. Wo dies nicht möglich ist, wird auch in Zukunft ein Großteil des Individualverkehrs vom PKW abgewickelt werden. Unser wirtschaftlich starkes und prosperierendes Oberschwaben erwartet ganz sicher keinen Rückgang des LKW sowie des PKW Verkehrs sondern im Gegenteil einen Anstieg dieses Verkehrs. Wir stehen folglich voll und ganz hinter dem durchgehend vierspurigen Ausbau der B 30 und fordern die umgehende Realisierung. … Landtagswahl 2026 …Dazu gehören insbesondere auch die Ortsumfahrungen, natürlich nicht nur unter dem Aspekt des Verkehrsflusses, sondern ganz besonders auch im Sinne der Gesundheit der Anwohner. Wir werden Verkehrsemissionen nie komplett reduzieren können. Allerdings sollten wir diese dann nicht ohne Not in die Wohngebiete tragen sondern außen herum führen. Es wird manche Ortschaften sehr aufwerten, nicht nur die Emissionen aus dem Zentrum verbannt zu haben sondern auch nicht mehr durch vielbefahrene Verkehrsadern durchschnitten zu sein. SOPHIE HEIß DIE LINKE Nahm das optionale Angebot zur Erläuterung ihrer Position nicht in Anspruch. Wahlkreis Wangen ________________________________________ Impressum Herausgeber „Initiative B 30“ Franz Fischer Alter Bühlweg 8 88339 Bad Waldsee Deutschland info@b30neu.de www.b30neu.de Redaktionsleitung Franz Fischer, presserechtlich verantwortlich. Redaktion Franz Fischer Redaktionsschluss Jeweils 14 Tage vor Erscheinen. Letzte Änderung an dieser Ausgabe: 16.02.2026 00:33 Anzeigenannahme Franz Fischer Tel. +49 (0) (15 15) 7 76 23 02 info@b30neu.de Datenschutz www.b30neu.de/datenschutz Druck „B30 Insider“ wird bei wichtigen Themen von großem Interesse und wirtschaftlicher Vertretbarkeit oder per Sponsoring gedruckt. Die Auflage richtet sich nach dem Bedarf und beträgt in der Regel 500 bis 1000 Exemplare. Erscheinen „B30 Insider“ erscheint dreimal jährlich. ________________________________________ Impressum Herausgeber „Initiative B 30“ Franz Fischer Alter Bühlweg 8 88339 Bad Waldsee Deutschland info@b30neu.de www.b30neu.de Redaktionsleitung Franz Fischer, presserechtlich verantwortlich. Redaktion Franz Fischer Redaktionsschluss Jeweils 14 Tage vor Erscheinen. 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Letzte Aktualisierung: 23. Feb. 2026
Seite erstellt am: 16. Feb. 2026
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