10. Meinung: "Der Lebensraum der Bachmuschel wird zerstört."


Klarstellung
Die B 30 bei Enzisreute und Gaisbeuren befindet sich im Bundesverkehrswegeplan 2003 im "Weiteren Bedarf". Projekte im "Weiteren Bedarf" dürfen nicht geplant und nicht gebaut werden. Die Ortsumgehungen von Enzisreute und Gaisbeuren sind zurzeit ohne Planung. Erst mit einer Aufstufung in den "Vordringlichen Bedarf" wird Planungsrecht erlangt. Dann folgt im ersten Schritt der Planung, der sogenannten Vorplanung, eine Trassenuntersuchung. Erst danach steht fest, welche Trasse infrage kommt. Es kann also zurzeit weder eine Aussage darüber getroffen werden welche Trasse gebaut wird, noch ob und welche Fauna und Flora betroffen ist.

Bereits bei der Aufstellung eines Bebbauungsplans für das neue Wohngebiet "Am Zettelbach" in Gaisbeuren wurden Vorkommen der Bachmuschel im zu verlegenden Zettelbach gefunden. In der Folge wurde von einem Biologen ein naturschutzfachliches Konzept zur Um- und Rücksiedlung der Bachmuschel erarbeitet. Dadurch kann das Vorkommen der Bachmuschel effektiv geschont und erhalten werden.

Abgesehen davon werden bei der Planung neuer Straßen in jeder Planungsphase ausführlich und erschöpfend die Belange von Fauna und Flora geprüft. Je nach Art und Vorkommen ist dabei eine Beobachtung über mehrere Vegetationsphasen erforderlich. Der Schutz der Umwelt genießt in Deutschland inzwischen einen höheren Stellenwert, als der Schutz der Menschen.

 

Nachweis
Fragen beantwortet
die Stadt Bad Waldsee: (0 75 24) 94 - 01
das Regierungspräsidium Tübingen: (0 70 71) 7 57 - 0