26. Meinung: "Durch den 4-streifigen Ausbau steigt die Unfallgefahr."


Klarstellung
Es ist allgemein bekannt, dass 2-bahnige Straßen sicherer sind. Das belegen Untersuchungen des Bundes, u.a. in der Grundkonzeption für den Bundesverkehrswegeplan 2015 dargestellt, sowie den dazu veröffentlichten fachlichen Untersuchungen. Auf 2-bahnigen Straßen mit baulicher Trennung der Richtungsfahrbahnen, sind Zusammenstöße mit dem Gegenverkehr, sowie kreuzendem Verkehr praktisch ausgeschlossen. Eine Hauptunursache von Unfällen mit tödlichem Ausgang auf der B 30 ist der Zusammenstoß mit dem Gegenverkehr. Die bereits heute ausgebauten Abschnitte der B 30 sind deutlich sicherer, als die nicht ausgebauten:





Im Rahmen der Aufstellung des Bundesverkehrswegplans 2003 wurde vom Bund ein Gutachten in Auftrag geben, das unter anderem im Ergebnis eine Entschärfung der Unfallsituation bei einem Ausbau der B 30 bestätigt. Die Ergebnisse konnten im Projektinformationssystem Straße (PRINS) abgerufen werden, stehen aber nicht mehr öffentlich zur Verfügung. Im Einzelfall erteilt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Auskunft.
 
Update 25.02.2015
Im Dezember 2014 veröffentlichte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur das Nachschlagewerk "Verkehr in Zahlen 2014/2015". Die statistischen Daten weisen eindeutig nach, dass 2-bahnige Straßen sicherer sind, als 1-bahnige Straßen. Sowohl die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden (Durchschnitt: 291,1; 2-bahnig: 18,5), als auch die Anzahl der Schwerverletzten (Durchschnitt: 64,1; 2-bahnig: 5,2) und Leichtverletzten (Durchschnitt: 310,1; 2-bahnig: 24,0) liegen auf 1-bahnigen Straßen umgerechnet je 1.000 Unfälle deutlich höher. Die Anzahl der Getöteten wird absolut angegeben: Auf Bundesstraßen mit 882, auf Autobahnen mit 428 im Jahr 2013 - wobei die Fahrleistung auf Autobahnen ca. 4,5-mal so hoch ist. Im Verhältnis mit der Fahrleistung gesetzt ergeben sich für Bundesstraßen 882, für Autobahnen 196 Getötete im gesamten Bundesgebiet - bei gleicher Fahrleistung.
 

Nachweis
Unfallentwicklung
 
Auskuft erteilt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur:
(0 30) 1 83 00 - 30 60